UKE und Merck Serono intensivieren Grundlagenforschung bei Krebs

Neue Stiftungsprofessur für molekulare Krebstherapie

 

Hamburg (4. Mai 2008) – Das Universitätsklinikum Hamburg‑Eppendorf (UKE) hat sein Spektrum zur Krebsforschung und ‑behandlung um einen wichtigen Baustein erweitert: Unterstützt durch den Arzneimittelhersteller Merck Serono aus Darmstadt wurde eine Stiftungsprofessur für molekulare Krebstherapie eingerichtet. Stiftungsprofessor ist Prof. Dr. Martin Trepel, der zuvor Leiter der Sektion Zelltherapie und ‑forschung der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg war. Die Stiftungsprofessur wird finanziell mit einer sechsstelligen Summe unterstützt und hat eine Laufzeit von drei Jahren mit Option auf zweijährige Verlängerung. „Mit der neuen Stiftungsprofessur unterstreicht das UKE seinen eigenen Anspruch, die Behandlung der Patienten immer nach dem neuesten Stand der Wissenschaft zu gewährleisten", sagt Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

 

„Als Direktor des Hubertus Wald Tumorzentrums ‑ Universitäres Cancer Center Hamburg bin ich über die Förderung einer Stiftungsprofessur durch die Firma Merck Serono sehr glücklich: Sie erlaubt uns, die Krebsforschung am UKE ganz aktiv weiter zu stärken und neue Behandlungsansätze noch rascher für unsere Patienten zur Verfügung zu stellen. Mit Professor Trepel haben wir einen hervorragenden Arzt und Forscher gewonnen, der diese Position in idealer Weise ausfüllen wird", sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Universitären Cancer Centers Hamburg.

 

„Wir von Merck Serono setzen vor allem auf die biotherapeutische Krebsbehandlung durch die Entwicklung spezifischer, innovativer Therapieansätze, bei der drei wichtige Ansatzpunkte identifiziert wurden: gezieltes Vorgehen gegen die Tumorzelle selbst, Einwirken auf die Tumorumgebung sowie Aktivierung des angeborenen und des adaptiven Immunsystems," stellt PD Dr. Andreas Harstrick, Leiter der klinischen Krebsforschung, Merck Serono Oncology in Darmstadt, das Unternehmen vor. „Dabei wissen wir in der Regel zwar viel über unsere eigenen Substanzen und Produkte, aber häufig noch zu wenig über die Vorgänge im Tumor selbst oder über die Interaktion von Tumor und Tumorumgebung. Gerade hier leistet die Grundlagenforschung ungemein wichtige Beiträge, die es ermöglichen, bestehende Therapien besser einsetzen und neue Therapien besser entwickeln zu können. Die Einrichtung der Stiftungsprofessur hier in Hamburg ist ein klares Signal von Merck Serono für ein langfristiges Engagement in der Tumorbehandlung und ein Bekenntnis zum Forschungsstandort Deutschland. Wir sind froh, mit dem hochqualifizierten Team des UKE in diesem wichtigen Bereich zusammenarbeiten zu können."

 

„Mein Ziel ist es, die Bereiche Klinik und Grundlagenforschung am UKE und im neuen Universitären Cancer Center Hamburg näher zueinander zu führen. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung neuartiger Therapien, die individuell auf den einzelnen Patienten und seine Erkrankung zugeschnitten sind, eine bessere Wirkung und zugleich weniger Nebenwirkungen haben. Ich freue mich, dass ich bei der Weiterentwicklung meines wissenschaftlichen Programms auf das sehr starke klinischwissenschaftliche Umfeld zurückgreifen und die am UKE und den assoziierten Instituten bereits etablierte Grundlagenforschung einbeziehen kann", erklärt Prof. Dr. Martin Trepel, Stiftungsprofessor für molekulare Krebstherapie am UKE.

 

Die Forschung im Bereich der Krebstherapie steht an einem Wendepunkt: Die Zukunft gehört nicht länger der traditionellen Chemotherapie, sondern neuen Ansätzen, den sogenannten molekularen Krebstherapien, die sich gegen charakteristische Oberflächenstrukturen auf der Krebszelle richten. Diese Strukturen zu identifizieren und zu untersuchen, ist eine Kernkompetenz des UKE. Auf Basis dieser Grundlage können anschließend Medikamente entwickelt werden, die die spezifischen Strukturen blockieren und so das Krebswachstum hemmen, ohne den ganzen Körper zu belasten.


Quelle: Gemeinsame Pressekonferenz des UKE und Merck Serono Oncology zum Thema “Stiftungsprofessur für molekulare Krebstherapie am UKE”, Hamburg, 09.04.2008 (IntraMedic).

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