Universitätsklinikum Ulm gründet fächerübergreifendes Zentrum für Infektionskrankheiten

 

Ulm an der Donau (16. September 2008) – Das Comprehensive Infectious Diseases Center (CIDC) ist eine deutschlandweit bisher einmalige Einrichtung. In fächerübergreifenden Expertentreffen, den sogenannten Infektionsboards, werden komplizierte Fälle besprochen, individuelle Therapien festgelegt und Behandlungspfade entwickelt. Infektiologische Spezialvisiten ergänzen das Dienstleistungsangebot. In der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschergruppe arbeiten Klinikärzte eng mit spezialisierten Labors und wissenschaftlichen Arbeitsgruppen zusammen.

 

Die gezielte und sorgsame Behandlung von Infektionen ist heute dringlicher denn je. Experten schätzen, dass jedes zweite Antibiotika-Rezept unnötig ausgestellt wird, gleichzeitig werden immer weniger neue Antibiotika entwickelt. Die zunehmende Resistenz von Erregern gegen Antibiotika ist ein Alarmsignal. Genaue Diagnostik und Behandlungsleitlinien könnten den Antibiotikaverbrauch und damit die Entstehung von Resistenzen drosseln. Das neue CIDC bildet den Kristallisationskern für Umsetzung von Strategien, damit die "Wunderwaffen" Antibiotika weiter wirken.

Erster Schwerpunkt des Zentrums sind Virusinfektionen wie Zytomegalievirus, HIV/ AIDS, weitere Schwerpunkte wie Lungenentzündung, Sepsis, Pilzinfektionen werden vorbereitet.


Quelle: Presseinformation der Universität Ulm vom 16.09.2008 (tB).

 

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