Urologie

DGI

Sommerleiden Blasenentzündung –
Erstmal ohne Antibiotikum behandeln

Berlin (23. Juli 2019) -- Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e. V. (DGI) hin. Unkomplizierte Blasenentzündungen heilen oft auch dann folgenlos aus, wenn lediglich die Symptome mit Schmerzmitteln gelindert werden.

DGU aktualisiert S2k-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis

Neue Empfehlungen zur Volkskrankheit Harnsteine

Berlin (19. Juli 2019) -- Die Volkskrankheit Harnsteine tritt in vielen Ländern der Welt mit zunehmender Häufigkeit auf. In Deutschland wird davon ausgegangen, dass rund fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal im Leben unter Harnsteinen leiden – Männer doppelt so häufig wie Frauen. Veränderte Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände, aber auch eine verbesserte Diagnostik, die Harnsteine häufiger eindeutig nachweist, gelten als Gründe.

14. Herbstkongress der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie

Therapiefortschritt beim fortgeschrittenen NSCLC und mUC dank PD-L1-Blockade

Berlin (17. November 2017) - Mit Tecentriq®▼ (Atezolizumab) steht seit September 2017 der erste PD-L1-Inhibitor für die Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) und des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinoms (mUC) in der Europäischen Union zur Verfügung.1 Der erste PD-L1-Inhibitor in beiden Indikationen bietet den betroffenen Patienten die Chance auf eine verbesserte Prognose – und dies bei guter Verträglichkeit und unabhängig vom PD-L1-Status.2-5 Bei einem Symposium der Roche Pharma AG anlässlich des 14. Herbstkongresses der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) in Berlin erläuterten Experten aus der klinischen Praxis die Bedeutung der Zulassung von Tecentriq beim Lungen- und Blasenkrebs.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) 2017

Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC): Therapie optimieren und Patienten mit Sunitinib individuell durch die Erstlinie begleiten

  • Der Tyrosinkinase-Inhibitor bietet beim mRCC mehrere Möglichkeiten, die Therapie und auftretende Nebenwirkungen patientenindividuell zu managen

Berlin/Dresden (11. Oktober 2017) - „Die Behandlungsdauer beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) steigt stetig an: 30 bis 40 Monate sind in unserer Klinik mittlerweile möglich“, unterstrich Privatdozent Dr. Bernhard Brehmer, Schwäbisch Hall*, in einem von Pfizer Oncology unterstützten Symposium auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden.1 „Damit steigt auch die Bedeutung eines Therapie- und Nebenwirkungsmanagements, das direkten Einfluss auf das Befinden der Patienten hat und dabei hilft, den Effekt der Therapie zu optimieren“, ergänzte Professor Dr. Viktor Grünwald, Hannover**. Die Grundlage für Langzeitbehandlungen ist, dass heute zielgerichtete Medikamente sequenziell in mehreren Therapielinien hintereinander eingesetzt werden können.2 „Im Laufe der Sequenztherapie treten bei nahezu jedem Patienten Nebenwirkungen auf“, berichtete Dr. Katrin Bothe, Kiel***. „In dieser Situation ist es wichtig, die Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen, ohne ein Medikament absetzen zu müssen, das Wirksamkeit zeigt“, verwies die Urologin auf das Therapieziel, die Patienten beim mRCC möglichst lange auf einer effektiven Therapie zu halten und jede Therapielinie bestmöglich auszuschöpfen.3,4 „Mit Sunitinib eröffnen sich in der mRCC-Erstlinie eine Reihe von Möglichkeiten, die Therapie patientenindividuell zu managen: Neben einem breiten Spektrum an bewährten Supportivmaßnahmen lassen sich unerwünschte Therapieeffekte durch individualisierte Dosierungsunterbrechungen und/oder Dosisanpassungen meist gut kontrollieren“3,4,5,6, so Bothe.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) 2017

Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC): Therapie optimieren und Patienten mit Sunitinib individuell durch die Erstlinie begleiten

  • Der Tyrosinkinase-Inhibitor bietet beim mRCC mehrere Möglichkeiten, die Therapie und auftretende Nebenwirkungen patientenindividuell zu managen

Berlin/Dresden (11. Oktober 2017) - „Die Behandlungsdauer beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) steigt stetig an: 30 bis 40 Monate sind in unserer Klinik mittlerweile möglich“, unterstrich Privatdozent Dr. Bernhard Brehmer, Schwäbisch Hall*, in einem von Pfizer Oncology unterstützten Symposium auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden.1 „Damit steigt auch die Bedeutung eines Therapie- und Nebenwirkungsmanagements, das direkten Einfluss auf das Befinden der Patienten hat und dabei hilft, den Effekt der Therapie zu optimieren“, ergänzte Professor Dr. Viktor Grünwald, Hannover**. Die Grundlage für Langzeitbehandlungen ist, dass heute zielgerichtete Medikamente sequenziell in mehreren Therapielinien hintereinander eingesetzt werden können.2 „Im Laufe der Sequenztherapie treten bei nahezu jedem Patienten Nebenwirkungen auf“, berichtete Dr. Katrin Bothe, Kiel***. „In dieser Situation ist es wichtig, die Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen, ohne ein Medikament absetzen zu müssen, das Wirksamkeit zeigt“, verwies die Urologin auf das Therapieziel, die Patienten beim mRCC möglichst lange auf einer effektiven Therapie zu halten und jede Therapielinie bestmöglich auszuschöpfen.3,4 „Mit Sunitinib eröffnen sich in der mRCC-Erstlinie eine Reihe von Möglichkeiten, die Therapie patientenindividuell zu managen: Neben einem breiten Spektrum an bewährten Supportivmaßnahmen lassen sich unerwünschte Therapieeffekte durch individualisierte Dosierungsunterbrechungen und/oder Dosisanpassungen meist gut kontrollieren“3,4,5,6, so Bothe.

Neue Kurzinformation für Patienten

"Testosteron bei älteren Männern"

Berlin (12. Januar 2017) - Das kostenlose Informationsblatt vermittelt wichtige Fakten zum Männerhormon Testosteron. Es fasst aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Nutzen und Schaden von Testosteron-Mitteln verständlich und kompakt zusammen. Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Mit zunehmendem Alter sinkt es bei Männern. Das ist normal. Trotzdem wurde in den letzten Jahren das Krankheitsbild der „männlichen Wechseljahre“ erfunden. Dagegen sollen Testosteron-Präparate helfen. Die Hersteller versprechen mehr Jugendlichkeit, Manneskraft sowie ein besseres und längeres Leben.

IQWiG

Gutartige Prostatavergrößerung: Neue Daten zu drei Laser-Verfahren bewertet

 

  • Bei Thuliumlaser-Resektion gibt es Hinweise auf Vorteile gegenüber Standard-OP

Köln (8. August 2016) - Beschwerden beim Wasserlassen, deren Ursache eine gutartige Vergrößerung der Prostata ist, treten bei älteren Männern relativ häufig auf. Die Symptome können so unangenehm sein, dass die Betroffenen eine operative Behandlung wünschen. Inzwischen steht beim so genannten benignen Prostatasyndrom (BPS) eine Vielzahl von chirurgischen Therapieoptionen zur Verfügung.

Abb.: Der Infektionserreger E. coli (grau) hält sich mithilfe des Proteins FimH (gelb/rot), das sich an der Spitze langer Zellfortsätze befindet, an den Zelloberflächen des Harntraktes fest. Photo und Copyright: Maximilian Sauer, ETH ZürichHarnwegsinfektionen

Wie sich Bakterien bei uns einnisten

 

Basel, Schweiz (7. März 2016) - Fast jede zweite Frau leidet mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Und auch Männer trifft es gelegentlich. In achtzig Prozent der Fälle ist das Darmbakterium E. coli dafür verantwortlich. Es wandert über die Harnröhre zur Blase und löst dort schmerzhafte Entzündungen aus. In der Fachzeitschrift «Nature Communications» berichten Forscher der Universität Basel und der ETH Zürich, wie es dem Keim dank eines Proteins mit ausgeklügelter Schliesstechnik gelingt, sich an der Harnwegsoberfläche anzuheften und so sein Ausschwemmen mit dem Harn zu verhindern.  

Radioonkologen empfehlen, über Nebenwirkungen intensiv aufzuklären

Behandlung bei Prostatakrebs: OP, Bestrahlung oder Brachytherapie?

 

Berlin (28. Mai 2015) – Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 64.500 Männer an Prostatakrebs. Der Krebs der Vorsteherdrüse ist damit die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern. Inkontinenz und andere Blasenstörungen gehören für diese Patienten zu den schlimmsten Folgen der Behandlung. Dies kam in einer Studie heraus, die die Lebensqualität mithilfe von Tests aus der ökonomischen Spieltheorie untersucht hat. Frühere Studien hatten gezeigt, dass die Strahlentherapie gegenüber der Operation Vorteile bringt. Es kommt seltener zu Komplikationen an den Harnwegen, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).

Abb.: REM-Aufnahme nach in vitro-Prüfung, kommerzielle Harnleiterschiene (links), beschichtetes Polymer (rechts).Kristalline Biofilme

Längere Verweildauer von Harnleiterschienen durch Senkung des Infektions- und Inkrustationsrisikos

 

Heilbad Heiligenstadt (26. Januar 2015) - Kristalline Biofilme bilden noch immer das folgenschwerste Risiko bei der medizinischen Applikation von Harnwegskathetern. Durch die Verkrustung des im Zusammenhang mit einer Infektion an den luminalen Oberflächen entstandenen Biofilms und die nachfolgende Verblockung des Urinflusses entstehen ernst zu nehmende Komplikationen für die betroffenen Patienten. In 90% der Fälle sind diese Komplikationen Katheter-assoziiert. Das Ziel der Arbeiten bildete daher die Entwicklung von Harnwegskatheter-Beschichtungen mit anti-adhäsiven und anti-mikrobiellen Eigenschaften zur Vermeidung von Infektionen und Inkrustationen.

Solidagoren: Packung und Flasche. Photo: Dr. Gustav Klein GmbH & Co. KGAntibiotikaresistenzen im Blick

Experten raten zu vermehrtem Einsatz von Phytopharmaka

 

Baden-Baden (31. Oktober 2014) – Bei leichten Harnwegsinfektionen sollte zunächst eine symptomatische Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen empfohlen werden, statt gleich zum Antibiotikum zu greifen, so das Fazit der Experten des Presse-Workshops „Liegt die Zukunft in der Tradition? Antibiotikaresistenzen im Blick: Akuten und rezidivierenden Harnwegsinfektionen mit pflanzlichen Wirkstoffen begegnen“ anlässlich der 48. Medizinischen Woche in Baden-Baden.