Urologie

Urologen veröffentlichen Präventions-Ratgeber

 

Leipzig (28. September 2012) – Rauchstopp für Blase und Nieren, Abspecken für Potenz und Kontinenz! Schmerzhafte Harnsteine vermeiden, Hodenhochstand frühzeitig behandeln, um Folgeerkrankungen zu verhindern: Vielen urologischen Erkrankungen kann man vorbeugen. Mit ihrem neuen Patientenratgeber wollen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. die notwendige Aufklärung in der Bevölkerung forcieren.

 

Im Rahmen der gestrigen Eröffnungs-Pressekonferenz des 64. DGU-Kongresses in Leipzig wurde der „Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die farbige Broschüre kann ab sofort online auf der Website der Deutschen Urologen bestellt werden. Bis zu 50 Exemplare sind kostenlos. Anforderungsformular und Bestellmodalitäten finden sich auf der Startseite von www.urologenportal.de

Die Zahl altersbedingter urologischer Erkrankungen wächst mit steigender Lebenserwartung. „Harninkontinenz und die gutartige Prostatavergrößerung sind millionenfach verbreitete Volkskrankheiten, denen wir durchaus vorbeugen können. Gleichzeitig verursachen Überernährung und Bewegungsmangel in unserer Wohlstandsgesellschaft schon in jungen Jahren immer öfter sogenannte Lifestyle-Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Fettleibigkeit und Bluthochdruck, die mit einer Vielzahl vermeidbarer urologischer Erkrankungen einhergehen. Diese Zusammenhänge wollen wir den Menschen in unserem Ratgeber nahebringen“, sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. med. Sabine Kliesch.

Verständlich und kompakt geschrieben, informiert die 33 Seiten starke Broschüre über zahlreiche, weit verbreitete urologische Erkrankungen, vorbeugende Maßnahmen und klärt über die Folgen unseres Lebensstils für Blase, Niere und Prostata, für die Fruchtbarkeit und die Potenz auf. Außerdem wird erklärt, welche urologischen Krankheiten frühzeitig behandelt werden sollten, um Begleiterkrankungen zu verhindern oder zu lindern. Moderne Behandlungsmethoden werden beschrieben, weiterführende Informationsquellen und Beratungsadressen benannt. Die Patienteninformation kann von Interessierten, von Apotheken, Gesundheitsämtern und -beratungsstellen angefordert werden.

Der „Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen“ ist Teil einer Initiative der Deutschen Urologen, die neue Konzepte der Primärprävention in der urologischen Versorgung verankern wollen. Im wissenschaftlichen Programm des laufenden 64. DGU-Kongresses wird zum Beispiel eine „Jungensprechstunde“ diskutiert. „Mit dem Wissen, dass das Metabolische Syndrom mit Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen und nicht zuletzt der Induktion von Malignomen unser Leben bedroht, gilt es auch für die Urologie, Primärprävention anzubieten, um Steinleiden, Erektionsstörungen und Probleme der Harninkontinenz auf dem Boden diabetischer und neurodegenerativer Erkrankungen so gering wie möglich zu halten“, sagt DGU-und Kongresspräsident Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller.


 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), 28.09.2012 (tB).

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