Verbessertes Diabetes Management dank REACTION

Minimalinvasiver Sensor zur Bestimmung des Blutglukoselevels

Mainz (25. Mai 2010) – Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts REACTION entwickelt das Institut für Mikrotechnik Mainz einen subkutan applizierbaren, minimalinvasiven Sensor zur Bestimmung des Blutglukoselevels. Der Sensor basiert auf dem Prinzip der optischen Absorptionsspektroskopie im Nahinfrarotspektrum (NIR) und soll später in einer tragbaren Sensoreinheit implementiert werden, die dann nach Art eines Pflasters vom Patienten getragen wird.

Das Ziel des EU-Forschungsprojekts REACTION ist die Entwicklung einer intelligenten Plattform zum Datenmanagement physiologischer Parameter von Diabetespatienten, wie z.B. dem Blutzuckergehalt. Der Blutzuckergehalt soll dabei kontinuierlich gemessen und die Insulinzufuhr automatisch dosiert werden.

Eine strenge Kontrolle des Blutzuckergehalts ist unerlässlich für die korrekte Insulinzufuhr, insbesondere wenn der Insulinbedarf aufgrund von Aktivitäten, Ernährung oder Stress kurzfristig variiert. Typischerweise wird die Glukosekonzentration im Blut heutzutage mittels Entnahme eines Blutstropfens aus dem Finger und anschließender Detektion in einem Lesegerät, basierend auf Glukose-Oxidase, gemessen.

Sensor-Pflaster misst Blutzuckergehalt

Im Rahmen des Projekts REACTION entwickelt die Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) einen subkutan applizierbaren, minimalinvasiven Sensor zur kontinuierlichen Bestimmung des Blutglukoselevels. Der Sensor basiert auf dem Prinzip der optischen Absorptionsspektroskopie im Nahinfrarotspektrum (NIR). Eine um 5% höhere Genauigkeit der Sensoren, als der derzeit verfügbare Standard im Bereich der Online-Sensorik, wird dabei angestrebt. Der Sensor soll später in einer tragbaren Sensoreinheit implementiert werden, die dann nach Art eines Pflasters vom Patienten getragen wird. Neben dem Glukosewert werden auch noch andere physiologische Parameter, wie z.B. die Herzfrequenz, gemessen.


Die durch die Sensoren gewonnen Daten werden per Funk von der Sensoreinheit an eine Serviceplattform weitergeleitet und erleichtern den Ärzten und Patienten die kontinuierliche Verlaufskontrolle. Somit sollen langfristig Komplikationen und Risiken reduziert und das Leben der Patienten verbessert werden.

10 europäische Länder sind an dem Projekt beteiligt

REACTION steht für “Remote Accessibility to Diabetes Management and Therapy in Operational Healthcare Networks”. Das von der Europäischen Kommision im Rahmen des 7th Framework Programms für Personal Health Systems mit 15 Mio. EUR geförderte Projekt ist auf 4 Jahre angelegt. Das Konsortium beinhaltet 16 Partner aus 10 Ländern, Spanien, Schweden, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Ungarn, Österreich, Belgien und der Schweiz.


Weitere Informationen

http://www.imm-mainz.de
http://www.reaction-project.eu – Weitere Informationen zum Projekt



Quelle: Institut für Mikrotechnik Mainz, 25.05.2010 (tB).

MEDICAL NEWS

After old age, intellectual disability is greatest risk factor for…
New Corona test developed
Smoking cessation drug may treat Parkinson’s in women
Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human…
Using face masks in the community: first update – Effectiveness…

SCHMERZ PAINCARE

Projekt PAIN2020: Wir nehmen Schmerzen frühzeitig ernst. Jetzt für alle…
Wechselwirkung zwischen psychischen Störungen und Schmerzerkrankungen besser verstehen
Lisa Olstein: Weh – Über den Schmerz und das Leben
Wie ein Schmerz den anderen unterdrückt
Opioidtherapien im palliativen Praxisalltag: Retardierte Analgetika zeigen Vorteile

DIABETES

Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Diabetes: Neue Entdeckung könnte die Behandlung künftig verändern
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Fixkombination aus Basalinsulin und GLP-1-Analogon

ERNÄHRUNG

Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland

ONKOLOGIE

Krebsüberleben hängt von der Adresse ab
Vitamin D-Supplementierung: möglicher Gewinn an Lebensjahren bei gleichzeitiger Kostenersparnis
Konferenzbericht: Aktuelle Daten aus der Hämatologie vom ASH 2020
Anzeige: Aktuelle Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie des…

MULTIPLE SKLEROSE

Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei aktiver…

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…