Viszeralmedizin 2012 (DGVS)

 

Hamburg, 19. – 22. September 2012

 

Magen-, Darm- und Lebererkrankungen gemeinsam behandeln

„Viszeralmedizin 2012“ eint Spezialisten aus vielen Fächern

 

Hamburg (31. Juli 2012) – Ob Sodbrennen oder Hämorrhoiden, Morbus Crohn oder Darmkrebs – um Erkrankungen der Verdauungsorgane effektiv zu behandeln, ist das Fachwissen verschiedener medizinischer Disziplinen gefragt. Auf der „Viszeralmedizin 2012“ treffen sich mehr als 4000 Gastroenterologen, Endoskopie-Experten, Allgemein- und Viszeralchirurgen und Vertreter anderer Fachrichtungen, um sich über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Fortschritte in ihrem interdisziplinären Fachgebiet auszutauschen. Die sechste gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), deren Sektion gastroenterologische Endoskopie und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) findet vom 19. bis 22. September 2012 im Congress Center Hamburg (CCH) statt.

 

„Der Kongress vermittelt die Ergebnisse aus der Forschung und die Neuerungen der Technik interdisziplinär und praxisnah, sodass auch Patienten von neuen Behandlungsstrategien profitieren“, betont Professor Dr. med. Peter Layer aus Hamburg. Gemeinsam mit DGAV-Präsident Professor Dr. med. Stefan Post, Mannheim und dem Vorsitzenden der DGVS Sektion Endoskopie Professor Dr. med. Jürgen Hochberger aus Hildesheim, organisiert und leitet der Hamburger Gastroenterologe als Kongresspräsident die Tagung „Viszeralmedizin 2012“. Neben Kollegen aus den eigenen Reihen erwarten die Veranstalter auch Spezialisten aus den Bereichen Ernährungsmedizin, Pädiatrie, Radiologie und Pathologie. „Alle Teilnehmer können und werden hier miteinander und voneinander lernen“, darin sind sich Layer, Post und Hochberger einig.

 

Auf dem Programm des Kongresses stehen neueste wissenschaftliche Kenntnisse zur fächerübergreifenden Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und verschiedenen Krebserkrankungen im Bauchraum. In eigenen Sitzungen beschäftigen sich die Mediziner auch mit der gestörten Darmflora und Nahrungsverwertung in Zusammenhang mit Übergewicht und welche Rolle Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien bei Bauchbeschwerden spielen. Wie Ärzte Komplikationen, die während endoskopischer und chirurgischer Eingriffe auftauchen, am besten handhaben und vermeiden können, ist ebenfalls Sitzungsthema. Sie erörtern außerdem den Umgang mit zufällig entstandenen beschwerdefreien Befunden („Wann ignorieren, kontrollieren, abklären?“) und diskutieren über die Bedeutung von Alter und Geschlecht bei Magen-Darm-Erkrankungen. Auch die „Vision“ einer schmerzfreien Viszeralmedizin und wann Schlüsselloch-Operationen sinnvoll sind, stehen als zentrale Fragen auf der Agenda.

 

Nicht nur das breite Themenspektrum sondern auch die Formate des Kongresses stoßen bei den Teilnehmern der Tagung auf Interesse: So werden etwa in TED-Sitzungen anhand von Fallszenarien interaktiv komplexe Diagnosen gestellt. In Hands-on Schnupper- und Trainingskursen können Besucher ihre Kenntnisse zu endoskopischen und chirurgischen Techniken erweitern. Eine wissenschaftliche Fotoausstellung und eine Industrieausstellung ergänzen das Angebot.

 

Auch für Betroffene hält die Tagung Angebote bereit: In kostenlosen Arzt-Patienten-Seminaren am Samstag, dem 22. September 2012, informieren Experten und Selbsthilfegruppen im CCH zum Beispiel über Bauchspeicheldrüsenentzündung, Lebererkrankungen und Behandlung des Reizdarm-Syndroms. Welche Ergebnisse aus der Forschung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Patienten heute bereits helfen und warum und welche Psychotherapie bei Reizdarm sinnvoll ist, erläutern Fachvertreter und Betroffene darin laienverständlich.

 

Für Mitglieder der Gesellschaften DGVS und DGAV ist die Teilnahme am Kongress kostenlos. Nichtmitglieder zahlen 155 Euro Teilnahmegebühr. Für Assistenzärzte und Studenten gelten ermäßigte Tarife.

 

Anmeldeformulare, weitere Informationen und das Kongressprogramm finden Interessierte im Internet unter www.viszeralmedizin.com.

 


 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), 31.07.2012 (tB).

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