Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie

Weltweit erstes Knorpelregister wertet Daten von Gelenkoperationen aus

 

Berlin (3. Dezember 2013) – Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) startet das weltweit erste Knorpelregister (KnorpelRegister DGOU). Das Register erfasst deutschlandweit die Daten von operativ behandelten Knorpelschäden. Die Auswertungsergebnisse ermöglichen zukünftig neben der Abbildung der Versorgungsrealität auch die Überprüfung der Wirksamkeit knorpelchirurgischer Therapien.

 

Knorpelschäden kommen an unterschiedlichen Gelenken unfall- oder verschleißbedingt vor. Es ist dringend notwendig, Knorpelschäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um neben Schmerzen und Beweglichkeitsverlust auch Langzeitfolgen wie Arthrose zu verhindern. Als Therapie stehen neben knochenmarkstimulierenden Verfahren auch neue Knorpeltransplantationstechniken zur Verfügung.

Das KnorpelRegister DGOU hat zum Ziel, die Bedeutung knorpelchirurgischer Therapien, insbesondere innovativer Verfahren, in Bezug auf Symptomlinderung, funktionelle Behandlungsergebnisse und auf das Vermeiden einer Arthrose zu überprüfen. Gleichzeitig lassen sich verfahrensspezifische Komplikationen erfassen und die angewandten Methoden auf ihre Sicherheit und den Nutzen für die Patienten untersuchen.

Initiiert wurde das KnorpelRegister DGOU von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Klinische Geweberegeneration der DGOU, dessen Leiter, Dr. Dirk Albrecht, sagt: „Mit dem KnorpelRegister DGOU haben wir ein qualitätssicherndes und unabhängiges Instrument ins Leben gerufen, auf dessen Basis ein Patient individueller und qualitativ hochwertiger bei der Auswahl möglicher Therapieverfahren beraten werden kann.“

Umgesetzt wird das Projekt vom Studienzentrum des Universitätsklinikums Freiburg.
Derzeit beteiligen sich im gesamten Bundesgebiet bereits 19 Kliniken, die sich auf die Behandlung von Knorpelerkrankungen spezialisiert haben. Bis Ende 2014 sollen weitere 30 Kliniken hinzukommen.

Das KnorpelRegister DGOU ist Teil der Initiative „Qualität und Sicherheit in Orthopädie und Unfallchirurgie“, ein langfristiges Programm der DGOU zur Verbesserung der Patientensicherheit und der Versorgungsqualität. Es beinhaltet neben der Einrichtung von Registern für spezielle Behandlungsprozesse auch Auditverfahren zur externen Überprüfung von Behandlungsprozessen. Im Zentrum stehen dabei das EndoCert®-System zur Zertifizierung von Endoprothetischen Versorgungszentren und das TraumaNetzwerk DGU® zur Zertifizierung von Traumazentren für die Versorgung Schwerverletzter.

 

 

Weitere Informationen

 

 


 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, 03.12.2013 (tB)

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