MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Weniger Volumen, mehr Funktionalität

Neue Methotrexat-Fertigspritzen erleichtern Rheumapatienten die Selbstinjektion

 

Holzkirchen (26. April 2013) – Von MTX HEXAL® stehen jetzt neue Fertigspritzen in der Konzentration 25 mg/ml mit verschiedenen Wirkstärken zur Verfügung.1 Gegenüber den bisher verfügbaren Fertigspritzen mit Methotrexat (MTX) zur Rheumatherapie wurde das Injektionsvolumen hier nochmals um 20 % reduziert. Weitere patientenfreundliche Verbesserungen mit einem ergonomischen Design mit fest integrierter Nadel sorgen für noch einfachere und sicherere Anwendung und mehr Komfort bei der subkutanen Selbstinjektion. Mit bis zu 23 % Kostenersparnis* bietet die Weiterentwicklung zudem wirtschaftliche Vorteile. Sie erleichtert somit in mehrfacher Hinsicht den Einsatz von MTX als eine Standardtherapie in der Rheumatologie.

 

MTX HEXAL® ist u.a. zugelassen zur Behandlung von Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis (RA), bei denen eine Behandlung mit Basistherapeutika (DMARDs = Disease Modifying Antirheumatic Drugs) indiziert ist, sowie zur Behandlung von Patienten mit schweren Formen der Psoriasis vulgaris und Psoriasis-Arthritis. Die neuen Fertigspritzen mit einer Konzentration von 25 mg/ml werden in den Wirkstärken 7,5 mg/0,3 ml, 10 mg/0,4 ml, 15 mg/0,6 ml, 20 mg/0,8 ml und 25 mg/1,0 ml angeboten.1 Damit ermöglichen sie für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Therapie zur subkutanen (s.c.) Injektion. Die Weiterentwicklung unterstreicht das Engagement und die Kompetenz des Unternehmens Hexal, das bereits über ein breites Spektrum an bewährten Therapeutika in der Rheumatologie verfügt.

 

 

Patientenfreundlich durch praktische und sichere Handhabung

 

Durch die konzentriertere Form der neuen Fertigspritzen konnte das Injektionsvolumen gegenüber der Vorgängerversion (mit 20 mg/ml) nochmals um 20 % reduziert werden. Zudem weist die neue Fertigspritze ein optimiertes ergonomisches Design auf, das den Patienten ein sicheres und bequemes Greifen auch bei eingeschränkter Beweglichkeit erlaubt. Eine fest integrierte Injektionsnadel mit Fünffach-Facettenschliff sorgt für Schärfe und geringen Kraftaufwand bei der Injektion, die verstärkte Nadelschutzkappe mit Schutzhülle und Griffmulde erhöht die Sicherheit bei der Handhabung. Diese patientenfreundlichen Weiterentwicklungen erleichtern die Selbstinjektion in mehrfacher Hinsicht.

 

 

Werbung

Methotrexat: bewährter Standard in der Rheumatherapie

 

MTX hat in der Behandlung rheumatologischer Erkrankungen seit vielen Jahren einen bedeutenden Stellenwert als hochwirksame Standardtherapie und wird bei einem Großteil der RA-Patienten – sowohl in Mono- als auch in Kombinationstherapie – erfolgreich eingesetzt, wie Prof. Markus Gaubitz (Münster)** berichtete. Dies gilt auch im Rahmen der heute maßgeblichen „Treat-to-target“-Strategie. Diese zielführende Therapie umfasst eine möglichst rasche und effektive antirheumatische Medikation, engmaschige Kontrollen des Therapieerfolgs und ggf. eine Anpassung, wenn das Therapieziel nicht erreicht wird. Wichtig ist zudem, dass der Patient in die Therapieentscheidungen stets mit einbezogen wird.

 

Der bedeutende Stellenwert von MTX in der Behandlung der RA wird durch die aktuellen Leitlinien nationaler und internationaler Fachgesellschaften bestätigt.2,3 Diesen zufolge ist MTX das DMARD der ersten Wahl zur frühen Therapie der aktiven RA. Bei Kontraindikationen oder Unverträglichkeit oder wenn das Therapieziel mit dem ersten DMARD nicht erreicht wird, sollte ein anderer Wirkstoff bzw. eine DMARD-Kombinationstherapie eingesetzt werden. Erst nach unzureichendem Ansprechen auf zwei klassische DMARDs wird eine Biologikatherapie empfohlen. Bei Vorliegen einer hohen Krankheitsaktivität und ungünstiger prognostischer Faktoren sollte schon frühzeitiger ein Biologikum in Erwägung gezogen werden.2

 

 

Bessere Wirksamkeit bei subkutaner Anwendung

 

MTX wird in der Regel einmal wöchentlich s.c. oder oral verabreicht. Die s.c.-Injektion ist unkompliziert und kann von den Patienten zumeist selbst durchgeführt werden. Sie weist gegenüber der oralen Gabe einige Vorteile auf: So konnte bei RA-Patienten gezeigt werden, dass die s.c.-Applikation im Vergleich zur oralen Einnahme klinisch besser wirksam ist.4 Zudem ist MTX bei s.c.-Injektion in der Regel mindestens genauso verträglich. „Rheumatologen würden ihren Patienten daher die subkutane Anwendung empfehlen“, so Gaubitz. Die Einführung der neuen Fertigspritze kommt deshalb nicht nur den Patientenbedürfnissen entgegen, sondern wird auch von den behandelnden Ärzten begrüßt.

 

 

Günstige Beeinflussung von Komorbiditäten und Letalität bei RA

 

Die RA geht mit einem deutlich erhöhten Risiko für kardiovaskulär bedingte Morbidität und Letalität einher, das sich durch eine effektive Entzündungshemmung deutlich reduzieren lässt. Schon länger gibt es Hinweise darauf, dass eine frühzeitige wirksame Therapie mit MTX die kardiovaskuläre Sterblichkeit bei RA-Patienten maßgeblich senken kann: Wie eine prospektive Kohortenstudie nach einer mittleren Beobachtungszeit von sechs Jahren zeigte, profitierten mit MTX behandelte Patienten gegenüber Patienten ohne MTX von einer Reduktion der kardiovaskulären Mortalität um 70 % und der Gesamtsterblichkeit um 60 %.5

 

 

Hohes „Drug survival“

 

Die Verträglichkeit von MTX hängt laut Gaubitz stark von den Erwartungen des Patienten ab.6 Einer aktuellen Übersichtsarbeit zufolge ist MTX – auch nach heutigen Kriterien für Arzneimittelsicherheit – ein vergleichsweise gut verträglicher und langfristig sicherer Wirkstoff.7 Auch in Bezug auf die Therapieadhärenz („drug survival“) erwies es sich im Vergleich zu den anderen DMARDs als überlegen.8 Bei regelmäßiger Kontrolle empfohlener klinischer und Laborparameter lassen sich mögliche Nebenwirkungen frühzeitig erkennen und beherrschen. Dies gilt insbesondere auch für die häufig befürchtete Hepatotoxizität. Ein kompletter Alkoholverzicht ist laut Gaubitz in der Praxis nicht immer umsetzbar. „Jeder Patient sollte bezüglich des Risikos individuell beraten werden“, so der Rheumatologe.

 

 

Anmerkungen

 

  • * z.B. MTX HEXAL® 25 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze, 7,5 mg (N3) im Vergleich zu Metex® 50 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze, 7,5 mg (N3); LAUER-Taxe, Stand: 01.05.2013. Rabatte in eventuell bestehenden Rabattverträgen sind unberücksichtigt.
  • ** Meet the Expert „Rheuma update DGRh-Kongress 2012“ anlässlich des 40. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) am 21. September 2012, Bochum; Veranstalter: HEXAL AG, Holzkirchen

 

 

Referenzen 

  1. Fachinformation MTX HEXAL® 25 mg/ml Fertigspritzen, Stand Juli 2012
  2. S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie: Handlungsempfehlungen der DGRh zur sequenziellen medikamentösen Therapie der rheumatoiden Arthritis 2012: adaptierte EULAR Empfehlungen und aktualisierter Therapiealgorithmus. http://dgrh.de/ (letzter Zugriff Januar 2013)
  3. Singh JA et al. Arthritis Care Res 2012; 64: 625–639
  4. Braun J et al. Arthritis Rheum 2008; 58: 73–81
  5. Choi HK et al. Lancet 2002; 359: 1173–1177
  6. Wong M, Mulherin D. Musculoskeletal Care 2007; 5: 148–159
  7. Keyßer G. Z Rheumatol 2011; 70: 108–113
  8. Aletaha D et al. J Rheumatol 2002; 29: 1631–1638


 

Quelle: Hexal AG, 21.09.2012 (tB).

MEDICAL NEWS

Monoclonal antibody therapy for COVID-19 safe, effective for transplant patients
Having trouble falling asleep predicts cognitive impairment in later life
SARS-CoV-2 detectable — though likely not transmissible — on hospital…
Waking just one hour earlier cuts depression risk by double…
Moving one step closer to personalized anesthesia

SCHMERZ PAINCARE

Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Risikobasiertes Brustkrebs-Screening kosteneffektiv
Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung
Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?

MULTIPLE SKLEROSE

Patienteninformationen zu Interferon-beta-Präparaten
Zulassung des S1P Modulators Ponesimod zur Behandlung von erwachsenen Patienten…
Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?

PARKINSON

Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga