MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Wenn Vater oder Mutter an Krebs erkranken

 

  • Studie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg untersucht Einfluss der Krebserkrankung eines Elternteils auf Jugendliche und junge Erwachsene
  • Teilnehmer zwischen 12 und 21 Jahren gesucht

 

Heidelberg (11. Mai 2010) – Wie geht es Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wenn Vater oder Mutter an Krebs erkranken? Wie gehen sie mit Sorgen und Ängsten um? Wann treten psychische Probleme auf? Wie sich die Krebserkrankung eines Elternteiles auf die seelische Gesundheit auswirkt, soll eine Studie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg unter Leitung von Professor Dr. Franz Resch klären. Dazu werden noch Studienteilnehmer zwischen 12 und 21 Jahren gesucht.

Die Studie begleitet Jugendliche und junge Erwachsene mit einem an Krebs erkrankten Elternteil über zwei Jahre. Die Teilnehmer werden zu kurzen Interviews eingeladen und erhalten Fragebögen. Die Erkrankung des Elternteils kann bis zu fünf Jahre zurückliegen. Auf Wunsch erhalten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beratende Hilfe durch Heidelberger Ärzte und Psychologen.

Jugendliche und junge Erwachsene, die mit einer Krebserkrankung ihrer Eltern konfrontiert werden, sind zum Teil erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt. Häufig nehmen sie in dieser Situation ihre Sorgen und Ängste jedoch kaum wahr, da sie ihre Eltern im Alltag unterstützen und mit Verantwortung übernehmen. Die Befürchtungen aber bleiben: Muss ich nun immer zuhause sitzen? Was, wenn der Krebs erblich ist?

Betroffene junge Menschen tragen nachgewiesen ein hohes Risiko, Belastungssymptome zu entwickeln. Doch bisher werden diese in der psychosozialen Versorgung nur sehr unzureichend berücksichtigt. Die Ergebnisse der Heidelberger Studie sollen dazu beitragen, in Zukunft gezielt Hilfe anbieten zu können.


Psychische Belastung der Kinder wird bisher kaum berücksichtigt

Die Studie ist Teil des Förderschwerpunktprogramms „Psychosoziale Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“ der Deutschen Krebshilfe, für das sie insgesamt 2,8 Millionen Euro bereitstellt. Ziel das Programms ist es, in Deutschland die psychosozialen Versorgungsangebote für Kinder und Jugendliche mit einem an Krebs erkrankten Elternteil aufzubauen und nachhaltig im Gesundheitssystem zu verankern.

Für die Teilnahme wird eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 100 Euro gezahlt. Interessenten erhalten weitere Informationen zu Studie und Anmeldung unter der Telefonnummer: 06221 / 56 36 800 (Diplom-Psychologin Juliane Groß, Dr. med. Fridrike Stute) oder per E-Mai:l kinder-krebskranker-eltern@med.uni-heidelberg.de.

Von einer Krebserkrankung betroffene Eltern können sich unter derselben Telefonnummer über die Beratung „Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“ informieren und anmelden.


Weitere Informationen im Internet


www.klinikum.uni-heidelberg.de/kinder-krebskranker-eltern

 

 


Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg, 11.05.2010 (tB).

MEDICAL NEWS

Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human…
Using face masks in the community: first update – Effectiveness…
Difficulties to care for ICU patients caused by COVID-19
Virtual post-sepsis recovery program may also help recovering COVID-19 patients
‘Sleep hygiene’ should be integrated into epilepsy diagnosis and management

SCHMERZ PAINCARE

Projekt PAIN2020: Wir nehmen Schmerzen frühzeitig ernst. Jetzt für alle…
Wechselwirkung zwischen psychischen Störungen und Schmerzerkrankungen besser verstehen
Wie ein Schmerz den anderen unterdrückt
Opioidtherapien im palliativen Praxisalltag: Retardierte Analgetika zeigen Vorteile
Krankenhäuser und Praxen müssen sich bei der Schmerztherapie nach Operationen…

DIABETES

Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Diabetes: Neue Entdeckung könnte die Behandlung künftig verändern
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Fixkombination aus Basalinsulin und GLP-1-Analogon

ERNÄHRUNG

Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland
Neue Daten zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen: Mangelernährung…

ONKOLOGIE

Konferenzbericht: Aktuelle Daten aus der Hämatologie vom ASH 2020
Anzeige: Aktuelle Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
Aktuelle Daten zu Apalutamid und Abirateron in der Therapie des…
Forschende entwickeln neuen Ansatz, um Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erkennen
Blasenkrebs: Wann eine Chemotherapie sinnvoll ist – Immunstatus erlaubt Abschätzung…

MULTIPLE SKLEROSE

Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei aktiver…

PARKINSON

Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…
Putzfimmel im Gehirn
Parkinson-Patienten in der Coronakrise: Versorgungssituation und ein neuer Ratgeber
Neuer Test: Frühzeitige Differenzialdiagose der Parkinson-Erkrankung