Olav Götz (wiss. Mitarbeiter), Katrin Vorderwülbecke (M.Sc.-Stud. Health Care Management), Dirk Ahlers (Dipl.-Stud. Betriebswirtschaftslehre), Prof. Steffen Fleßa (Lehrstuhl Allg. Betriebswirtschaftslehre/ Gesundheitsmanagement) (v.l.n.r.). Foto: Jan Meßerschmidt, Universität GreifswaldWie leite ich ein Krankenhaus?

Planspiel MOSHI der Universität Greifswald

  

Greifswald (2. Dezember 2011) – Mit einem Planspiel können Studierende der Universität Greifswald jetzt ein virtuelles Krankenhaus leiten. Mit dem Programm MOSHI (Management of Small Hospitals) kann ein reales Krankenhaus im Computer simuliert und verschiedene betriebswirtschaftliche Situationen durchgespielt werden. Das Grundprogramm wurde von Prof. Steffen Fleßa von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald einst speziell für kleine Krankenhäuser in Entwicklungsländern entwickelt und jetzt aktualisiert. Ab März 2012 wird das Programm erstmals in der Ausbildung im Rahmen des Allgemeinen Wahlpflichtfaches „Internationales Gesundheitsmanagement“ eingesetzt.

 

Der Studierende übernimmt ab der ersten Spielminute Verantwortung für die 120 Betten des kleinen virtuellen Krankenhauses in einer ländlichen Gegend Afrikas. Als Management-Team, das aus Administrator, Arzt und Verantwortlichem für das Pflegepersonal besteht, muss er alle Vorgänge im Haus koordinieren und leiten. Das Team gibt dem Krankenhaus u. a. seinen Namen, bestimmt die Anzahl von Mitarbeitern und überwacht die Finanzen. Dabei sind die ökonomischen Herausforderungen genauso wichtig wie die Bedürfnisse der Patienten. „Das Planspiel funktioniert wie ein echtes Krankenhaus. MOSHI simuliert unvorhergesehene Ereignisse, wie zum Beispiel Lohnerhöhungen oder Epidemien, und stellt den Spieler damit vor immer neue Herausforderungen, auf die er schnell reagieren muss“, erklärt Prof. Steffen Fleßa. „Trotzdem können getroffene Entscheidungen revidiert werden, um die Situation im Krankenhaus wieder zu verändern.“ Jeder Klick hat in dem Spiel andere Auswirkungen auf das Krankenhaus und seine Patienten. Dies entspricht der Realität, da in jedem Krankenhaus täglich zahlreiche Einzelentscheidungen getroffen werden, die sich letztlich auf die gesamt Klinik auswirken. Mit dem Simulationsspiel können nachhaltige Lernprozesse spielend vermittelt werden.

Das Spiel wurde in den 1990er Jahren entwickelt, um das Spiel- und Führungsverhalten von tansanischen Krankenhausmanagern zu analysieren. Es zeigte sich jedoch, dass MOSHI ein ideales Trainingsinstrument ist. Hier können Personal-, Qualitäts-, Leistungs- und Finanzmanagement in ihren wechselseitigen Beziehungen erlebt und erprobt werden, so wie es in den Vorlesungen kaum möglich ist. MOSHI wurde deshalb sowohl in Tansania als auch in Deutschland regelmäßig eingesetzt, zuletzt 2010 in einem internationalen Leadership Training für Studierende aus Vietnam, Indonesien und den Philippinen. Da sich sowohl die Anforderungen des Krankenhausmanagements als auch die EDV weiter-entwickelt haben, musste das Planspiel nun neu konzipiert und vollständig neu programmiert werden. MOSHI wird damit auch den Studierenden der Universität Greifswald im Studienschwerpunkt „Internationales Gesundheitsmanagement“ zugänglich gemacht.

 

 


Quelle: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 02.12.2011 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung