Je einfacher desto besser für Parkinson- und RLS-Patienten

Neu: Rotigotin als Raumtemperatur-Pflaster

 

Hamburg (27. September 2012) – Durch eine Rezepturänderung kann Rotigotin transdermales System (Neupro®) jetzt auch ohne Kühlung bei Raumtemperatur bis 25°C gelagert werden. Für den Alltag der Patienten mit idiopathischem Parkinson oder mittelschwerem bis schwerem Restless-Legs-Syndrom (RLS) bedeutet dies mehr Unabhängigkeit und Flexibilität: Sie können die Pflaster gemeinsam mit anderen Medikamenten aufbewahren und beim Reisen im Gepäck verstauen.

 

„Arzneimittel zu entwickeln, die dazu beitragen auch chronisch kranken Menschen ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen, ist unser Ziel“, erklärte Frau Prof. Iris Löw-Friedrich, Executive Vice-President, UCB, bei einem Presse-Round-Table des Unternehmens in Hamburg. Mit der Zulassung von Rotigotin transdermales System bei Raumtemperatur ist eine wichtige Produktoptimierung gelungen. Rotigotin hat sich in Studien sowohl bei der Therapie des idiopathischen Parkinson als auch bei der Behandlung des mittelschweren bis schweren idiopathischen RLS als langfristig wirksame und gute verträgliche Therapieoption erwiesen1-11. Eine Änderung der Rezeptur ermöglicht ab sofort die Lagerung des Pflasters bei Raumtemperatur, etwa zusammen mit den anderen Medikamenten im Arzneimittelschrank. An der Applikation, den Dosisstärken und den Eigenschaften des Produktes ändert sich nichts. Die Raumtemperatur-Pflaster sind an einem neuen Packungsdesign zu erkennen: Jede Dosisstärke ist mit einem einprägsamen Farbcode zur besseren Unterscheidung versehen. Zudem haben die Pflaster in der neuen Formulierung eine längere Haltbarkeit von 24 Monaten. Und falls das Pflaster aus Gewohnheit doch mal im Kühlschrank landet, führt dies zu keiner Beeinträchtigung der Wirksamkeit.

 

 

Ein fast normales Leben trotz Parkinson

 

Parkinson-Patienten wollen ein ganz normales Leben führen, egal in welchem Alter die Erkrankung auftritt. „Fälle, wie der von Susanne F. – Parkinsondiagnose mit 60 Jahren, oder der von Ilse T. – Parkinsondiagnose mit 68 Jahren“, so Dr. Stefan Ries, Erbach, „sind keine Ausnahmen.“ Trotz der Erkrankung wollen sie weiterhin Sport, Hobbys und Reisen realisieren. Auch als behandelnder Arzt muss man sich auf das veränderte Altersbild dieser Generation einstellen und Wünsche an ein aktives Älterwerden im Therapieregime berücksichtigen. Mit Rotigotin ist bei den oben genannten Patienten eine effektive Therapie gelungen. Sie können ihren Aktivitäten weiterhin nachgehen, die Krankheit ist ihnen nicht anzumerken. „Dass die Pflaster zukünftig nicht mehr gekühlt werden müssen, findet Susanne F. sehr gut, insbesondere für ihre Aktivurlaube“, berichtete Ries. Das biete ihr noch mehr Unabhängigkeit und mache die Therapie einfacher. Ein großer Vorteil in der Therapie des Parkinsons ist auch das breite Wirkspektrum von Rotigotin. Es wirkt nicht nur auf motorische, sondern auch auf die bei Parkinson-Patienten häufig auftretenden nichtmotorischen Symptome wie Schmerz, Schlafstörungen und Stimmungsstörungen. Sehr häufige Nebenwirkungen der Parkinson-Therapie mit Rotigotin waren Übelkeit, Kopfschmerzen, Reaktionen an der Applikationsstelle und Schwächezustände. Hier deckt sich seine Praxiserfahrung mit den in der RECOVER-Studie gezeigten guten Ergebnissen von Rotigotin5,9.

 

 

Restless-Legs-Syndrom: Symptomfrei rund um die Uhr

 

Auch in der Therapie des RLS gilt es umzudenken. Wurde das RLS bisher mit abends oder nachts auftretenden Symptomen assoziiert, so zeigen neuere Studien ein anderes Bild1,3,10. „RLS macht tagsüber keine Pause“, erklärte Dr. Heike Beneš aus Schwerin. In einer Patientenbefragung zur tageszeitlichen RLS-Symptomatik konnte sie zeigen, dass 69 % der Patienten mit mittelschwerem bis schwerem RLS auch tagsüber unter RLS-Symptomen leiden. 14 % der Befragten hatten bereits am Morgen, 27 % ab den Mittagstunden Tagessymptome1. Dadurch fehlt den Patienten nicht nur die dringend benötigte Nachtruhe, sondern die RLS-Symptome schränken sie zudem erheblich in ihren Alltagsaktivitäten, ihrer Berufs- und Leistungsfähigkeit ein. Die Tagessymptome treten vor allem in Ruhesituationen, z.B. beim Autofahren, im Theater oder bei Restaurantbesuchen auf. Mittagsschlaf ist oft nicht möglich und das Sitzen im Büro wird zur Qual. Viele Patienten vermeiden es, während des Tages zur Ruhe zu kommen, um so den dann einsetzenden RLS-Symptomen zu entgehen.

 

„Patienten mit Tagessymptomen benötigen eine Therapie rund um die Uhr, um die Beschwerden zu lindern“, erläuterte Beneš. Das einmal täglich zu klebende transdermale Rotigotin-Pflaster ermöglicht bei gleichbleibendem Wirkstoffspiegel eine effektive Kontrolle der RLS-Symptome unabhängig davon, zu welcher Tageszeit sie auftreten. Sehr häufige Nebenwirkungen der RLS-Therapie mit Rotigotin waren Übelkeit, Kopfschmerzen, Reaktionen an der Applikationsstelle und Schwächezustände. Was bisher bereits komfortabel war, wird jetzt noch einfacher. Durch die nun mögliche Lagerung des Pflasters bei Raumtemperatur lässt sich die Therapie noch leichter in den Alltag integrieren.

 

 

Langfristig wirksam und gut verträglich

 

Mit der Zulassung des neuen Raumtemperatur-Pflasters von Rotigotin ist eine sbedeutende Weiterentwicklung im Sinne der Patienten gelungen, betonte Löw-Friedrich in ihrem Schlusswort. Es trage dazu bei, Patienten mit Parkinson und RLS ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Die Einplanung einer Kühlmöglichkeit unterwegs gehört der Vergangenheit an. Das ermöglicht eine noch unabhängigere und flexiblere Lebensgestaltung für Patienten mit idiopathischem Parkinson oder RLS.

 

 

Literatur 

  1. Beneš H et al. Akt Neurol 2011; 38: 476-480
  2. Allen R, Rye D, Dohin E et al. Presented at the American Academy of Neurology Annual Meeting, New Orleans, April 21-28 2012. Abstract number 497
  3. UCB Data on file, RLS-PRACTISE, 2011
  4. Garcia-Borreguero D, Kohnen R, Rye D et al. Presented at the American Academy of Neurology Annual Meeting, New Orleans, April 21-28 2012. Abstract number 499
  5. Ghys et al. Expert OpinPharmacother 2011; 12 (13): 1985-1998
  6. Kassubek J et al. Poster DGN 2011
  7. Le Witt PA et al. Clin Neuropharmacol 2007; 30: 256-265
  8. Oertel W et al. Lancet Neurol 2011; 10 (8): 710-720
  9. Trenkwalder C et al. Movement Disorders 2011; 26: 90-99
  10. Tzonova D et al. Breakthrough symptoms during the daytime in patients with restless legs syndrome (Willis-Ekbom disease). Sleep Med 2012; 13 (2): 121-122
  11. Watts RL et al. Neurology 2007; 68: 272-276

 

Neupro® in der Europäischen Union

 

Neupro® (Rotigotin) ist in der Europäischen Union zugelassen zur symptomatischen Behandlung der idiopathischen Parkinson-Erkrankung als Monotherapie (d.h. ohne Levodopa) im Frühstadium der Erkrankung oder in Kombination mit Levodopa, d. h. während des Krankheitsverlaufs, einschließlich der Spätstadien, wenn die Wirkung von Levodopa nachlässt oder unbeständig ist und Schwankungen der therapeutischen Wirkung auftreten. Neupro® ist in der Europäischen Union außerdem zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren idiopathischen Restless-Legs-Syndroms bei Erwachsenen zugelassen.

 

 

Über UCB

 

UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com) ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das

sich der Erforschung und Entwicklung von innovativer Medizin und Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Zentrales Nervensystem, Immun- und Entzündungserkrankungen widmet, um Menschen mit schweren Krankheiten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. UCB erreichte 2011 ein Umsatzvolumen von 3,2 Mrd. € und beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern. UCB wird an der Euronext Börse in Brüssel gehandelt.

 


 

Quelle: Presse-Round-Table „Mehr für den Parkinson- und RLS-Patienten: Neupro® jetzt als Raumtemperatur-Pflaster, 27.09.2012, Hamburg (tB).

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…