Pfingstbotschaft des Ratsvorsitzenden der EKD

„Der Heilige Geist ist kein Wellness-Manager“

Hannover (15. Mai 2016) – Zum diesjährigen Pfingstfest hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, auf die Bedeutung des Heiligen Geistes für Kirche und Gesellschaft hingewiesen. „Pfingsten ist für Christen das Fest des Heiligen Geistes. Jeder spricht seine eigene Sprache, und trotzdem versteht man einander“, erklärte Bedford-Strohm. So hätten die ersten Christen das Wirken des Heiligen Geistes als ein echtes Pfingst-Wunder erfahren.

Wer sich öffnen wolle für den Geist des christlichen Pfingstfestes, dürfe sich auf etwas gefasst machen: Auf die Konfrontation mit dem Anderen, mit dem Fremden.

„Der Heilige Geist ist kein Wellness-Manager. Er hält Zumutungen für uns bereit. Er bringt uns mit Menschen in Kontakt, die wir zunächst vielleicht erst einmal aushalten müssen, bevor wir entdecken, welchen Reichtum sie für uns bedeuten, erklärte Bedford-Strohm weiter.

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Seit Ende des vierten Jahrhunderts feiern Christen 50 Tage nach Ostern das Pfingstfest. Der Name geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der Fünfzigste) zurück. In Erinnerung an die in der Bibel (Apostelgeschichte, Kapitel 2) geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche und Beginn der weltweiten Mission verstanden.

Der Heilige Geist ist den christlichen Bekenntnissen zufolge neben dem Vater und dem Sohn die dritte Gestalt Gottes. In ihm bleibt Gott nach Christi Himmelfahrt in der Welt gegenwärtig: unsichtbar, aber erkennbar an seinen Wirkungen. Bei den Jüngern bewirkte er, dass Menschen anderer Sprache sie verstehen konnten, als sie über Gottes Taten predigten.


WebLink


Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), 12.05.2016 (tB).

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