Internationalen Versammlung der Biotechnology Industry Organization (BIO) 2008

Sanofi-Aventis: drei neue therapeutische Antikörper und sechs neue Impfstoffe

 

San Diego/Kalifornien (17. Juni 2008) – Sanofi-aventis hat heute anlässlich der Internationalen Versammlung der Biotechnology Industry Organization (BIO) 2008 mitgeteilt, dass drei neue therapeutische Antikörper und sechs neue Impfstoffe aus Vereinbarungen hervorgegangen sind, die im Laufe des vergangenen Jahres unterzeichnet wurden.

Die therapeutischen Antikörper sind auf Entzündungsprozesse oder onkologische Indikationen ausgerichtet. Die neuen Impfstoffe sollen durch die Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Tollwut, Japan-Enzephalitis, West-Nil-Virusinfektionen und pandemische Influenza  zur Verbesserung der Weltgesundheit beitragen. Mit diesen neun wichtigen Vereinbarungen sind sanofi-aventis und sein Impfstoffbereich sanofi-pasteur aktive Partner von Biotechnologie-Unternehmen bei der Entwicklung von Molekülen und Impfstoffen für die Zukunft. Sanofi-aventis und sanofi-pasteur engagieren sich bereits in Forschungs- und Entwicklungs-Partnerschaften mit großen Universitäten, Forschungsinstituten, staatlichen Einrichtungen und Contract Research Organizations.

Mit ihrer starken Präsenz bei der BIO International Convention 2008, die diese Woche im kalifornischen San Diego stattfindet, sucht die Gruppe nach neuen Partnerschaften mit Biotech-Unternehmen und akademischen Einrichtungen, um die Entdeckung und Entwicklung neuer Moleküle und Impfstoffe zu beschleunigen.

„Durch die Ausweitung unserer Kooperationen bei Forschung &   Entwicklung werden wir unser Portfolio abrunden und mehr innovative Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten anbieten können. Deshalb entwickeln wir ein proaktives Partnerschaftsprogramm, um insbesondere in den Bereichen der Biotechnologie und Biotherapie auf dem neuesten Stand der Forschung zu bleiben”, erklärte Marc Cluzel, Senior Vice President, Research & Development, sanofi-aventis. „Im Rahmen unseres Entwicklungsmodells setzten wir unsere Kraft und unsere führende Position dafür ein, dass bahnbrechende externe Entdeckungen zu erfolgreichen innovativen Produkten werden können”, ergänzte er.

„Wir sind an Partnern interessiert, die wie wir nach Innovationen und exzellenten Leistungen streben und Teil der Erfolgsgeschichte für die Weltgesundheit werden wollen”, ergänzte Wayne Pisano, President und Chief Executive Officer von sanofi-pasteur. „Wir freuen uns über die Gelegenheit, Technologien und Projekte im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Humanimpfstoffen – sowohl prophylaktischen als auch therapeutischen – gegen Infektionskrankheiten, Krebs und chronische Krankheiten prüfen zu können.”

Laut Wayne Pisano, der auch dem Health Section Governing Body der BIO angehört, decken die Kooperationsvereinbarungen von sanofi-pasteur praktisch alle Aspekte der Impfstoffentwicklung ab, einschließlich der frühen Phasen der Forschung.

„Große, etablierte Unternehmen wie sanofi-aventis und sein Impfstoff-Bereich sanofi-pasteur nehmen gemeinsam mit kleinen und neuen Unternehmen an der BIO International Convention teil, um Möglichkeiten für Kooperationen und Partnerschaften zu finden, die letztendlich zu Gesundheits-Innovationen für die ganze Welt führen”, sagte Jim Greenwood, President und CEO der Biotechnology Industry Organization. „In den voraussichtlich rund 12.000 Kontaktgesprächen, die in den nächsten Tagen hier geführt werden, werden sicherlich zahlreiche neue Kooperationen ihren Anfang nehmen.“

 

Wichtige F&E-Partnerschaftsvereinbarungen der letzten Zeit

Im letzten Jahr initiierte sanofi-aventis eine umfassende globale Zusammenarbeit mit Regeneron zur Entwicklung und Vermarktung rein humaner therapeutischer Antikörper und hat seinen Anteil an Regeneron auf 19 % ausgebaut. Der erste therapeutische Antikörper, der im Rahmen der Kooperation in die klinische Entwicklung überführt wird, ist SAR153191, ein Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor (IL-6R), dessen Wirksamkeit bei rheumatoider Arthritis geprüft wird. Der zweite ist SAR153192, ein Antikörper gegen den Liganden Dll4 (Delta-like ligand-4), der auf dem Gebiet der Onkologie entwickelt wird.

Sanofi-aventis hat auch eine strategische Kooperation mit Dyax vereinbart. Dabei erhielt sanofi-aventis eine weltweite Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung des rein humanen Antikörpers SAR161578, der therapeutisches Potenzial gegen zahlreiche solide Tumoren aufweist, sowie eine Lizenz für die patentgeschützte Antikörper-Phage-Display-Technologie von Dyax.

 

Ferner befasst sich sanofi-aventis in einer Forschungskooperation mit dem Institute of Hematology and Blood Diseases Hospital, Chinese Academy of Medical Sciences, Tianjin, China, mit der Gewinnung von therapeutischen Antikörpern, die gegen die Krebsstammzellen der akuten myeloischen Leukämie gerichtet sind.

Im vergangenen Jahr hat sanofi-pasteur zwei Vereinbarungen mit Acambis unterzeichtet: eine betrifft einen neuen Einzeldosis-Impfstoff gegen die Japan-Enzephalitis und die andere die Entwicklung eines Impfstoffs zur Prävention von Infektionen mit dem West-Nil-Virus, das in den USA als endemisch angesehen wird.

„Wegen seiner Entschlossenheit, wichtige Impfstoffe auf den Markt zu bringen, seiner Produktions- und Vertriebskapazitäten in aller Welt, seiner profunden Kenntnisse der regulatorischen Systeme und seiner erwiesenen Fähigkeit, Impfstoffe erfolgreich zu vermarkten, haben wir uns für die Partnerschaft mit sanofi-pasteur entschieden”, erklärte Ian Garland, der CEO von Acambis.

Weitere Vereinbarungen

Darüber hinaus hat sanofi-pasteur im vergangenen Jahr auch andere Vereinbarungen mit Biotech-Unternehmen und akademischen Einrichtungen geschlossen – so mit dem Statens Serum Institut in Dänemark über einen neuen Tuberkuloseimpfstoff, an dem weltweit ein großer medizinischer Bedarf besteht, mit Crucell über monoklonale Antikörper gegen Tollwut, mit MedImmune über Lizenzen für deren reverse Gentechnologie, die zur Vorbereitung auf Pandemien genutzt werden soll, und mit dem französischen Institut Pasteur über die Entwicklung eines Malariaimpfstoffs, um betroffene Bevölkerungsgruppen von dieser Plage zu befreien.


Pressemitteilung der Firma Sanofi-aventis vom 17.06.2008.

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