Pflegereform

10.000 zusätzliche Betreuungskräfte – Pflegenoten starten

 

Berlin (1. Juli 2009) –  Die Pflegereform ist seit einem Jahr in Kraft. Die Reform wirkt. Die besseren Leistungen, die Änderungen der Pflegestrukturen u.a. durch zusätzliche Arbeitsplätze sowie der Aufbau einer umfassenden Pflegeberatung helfen Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden im Pflegealltag. Im Rahmen der Veranstaltung „Pflege 2030“ erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte spüren nach einem Jahr Pflegereform, dass sich die Pflege in Deutschland verbessert. Neben den finanziellen Verbesserungen für viele Pflegebedürftige wirken die Maßnahmen für eine bessere Betreuung der Pflegebedürftigen und für mehr Transparenz bei den Pflegeeinrichtungen. Die zusätzlichen Betreuungskräfte zur besseren Versorgung demenziell erkrankter Menschen sind bereits jetzt ein Erfolgsmodell. Rund 10.000 zusätzliche Betreuungskräfte konnten eingestellt werden. Und von Woche zu Woche kommen weitere dazu. Das erleichtert den Alltag von rund 160.000 stationär gepflegten Frauen und Männern.“

Die 10.000 neuen Arbeitsplätze verteilen sich auf rund 6.500 Vollzeitstellen, da viele in Teilzeit arbeiten. Durch die Bundesagentur für Arbeit wurden bisher rund 1.500 Kräfte vermittelt. Die anderen haben sich die Heimträger selbst gesucht, etwa aus dem ehrenamtlichen Bereich.


Heute ist der Startschuss für die neuen Pflegenoten gefallen. Die Bewertung der Qualität der Einrichtungen und ambulanten Dienste unter den neuen Kriterien hat begonnen. Das von der Selbstverwaltung der Pflegekassen und Träger entwickelte Bewertungssystem hilft Angehörigen und Pflegebedürftigen bei der Suche nach einem Pflegeheim oder einem ambulanten Pflegedienst.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Erstmals wird die Qualität von Pflege transparent und bundesweit gleich bewertet. Wir sind auf einem guten Weg hin zu einer besseren Qualitätssicherung und einer echten Transparenz der Pflegeleistung in Deutschland. Das neue Bewertungssystem, das die Selbstverwaltung entwickelt hat, ist ein wichtiger Schritt und muss nun im Sinne der Betroffenen und Angehörigen umgesetzt werden.“

Dieses Bewertungssystem ist ein erster Schritt, und es ist ein Fortschritt. Das Bundesgesundheitsministerium hat hierzu ein begleitendes Forschungsprojekt veranlasst. Die Erfahrungen werden bis Ende 2010 ausgewertet, und gehen dann in das Bewertungssystem ein.

Auch bei der Pflegeberatung wirken sich die beschlossenen Maßnahmen aus. Bundesministerin Ulla Schmidt: „Fast alle Bundesländer treffen inzwischen Vorbereitungen, die Pflegestützpunkte einzurichten. Das zeigt, dass sich der Gedanke allmählich durchsetzt. Die Einrichtung von Pflegestützpunkten geht mir aber insgesamt viel zu langsam voran. Mehr Dynamik wäre gut. Ein sehr positives Beispiel ist Rheinland-Pfalz. 74 Prozent derer, die heute Pflegestützpunkte aufsuchen, sagen, sie fühlen sich sehr gut dort aufgehoben. Das zeigt, dass das Konzept richtig ist.“

Mehr Informationen zur Pflege und zur Veranstaltung finden Sie unter: http://www.bmg.bund.de

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 01.07.2009.

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