DBfK

Vorschläge zu Pflegesituation im Krankenhaus absolut unzureichend

 

Berlin (9. Dezember 2014) – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) bewertet die am 5. Dezember vorgelegten Eckpunkte für die Reform der Krankenhausfinanzierung aus Sicht der Pflegenden als inakzeptabel. „In der Summe können die Vorschläge nur als unzureichend bezeichnet werden, obwohl sie ein Gesamtvolumen von 3,8 Milliarden EURO für die Jahre 2016 bis 2018 umfassen. Für ein neues Pflegestellen-Förderprogramm sollen für drei Jahre insgesamt 660 Millionen EURO bereitgestellt werden. Das entspricht durchschnittlich knapp zwei Planstellen pro Krankenhaus!  Da hat jemand nicht verstanden, was heute in unseren Krankenhäusern mit der Pflege wirklich los ist“, sagt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner. „Es würde die Lage schon deutlich entspannen, wenn ab 2015 die Verwendung der in den DRG kalkulatorisch enthaltenen Kosten für den Pflegeaufwand tatsächlich für Planstellen in der Pflege nachgewiesen werden müsste. Aber nicht einmal dazu konnte sich die Arbeitsgruppe durchringen“, so Wagner.


Zusätzlich soll eine Expertengruppe bis Ende 2017 (also nach der nächsten Bundestagswahl) beraten, ob im DRG-System oder über ausdifferenzierte Zusatzentgelte ein erhöhter Pflegebedarf bei demenzkranken, pflegebedürftigen oder behinderten Patient/innen abgebildet werden kann. Es wird also angenommen, dass Belastungen der Pflegefachpersonen nur deshalb auftreten, weil sie mit den o.g. Gruppen von Patient/innen zu tun haben. Alle anderen Patient/innen können vermeintlich mit der niedrigen Personalausstattung, die es heute fast überall gibt, versorgt werden. Die deutsche Pflege ist eben besonders effizient? Ganz anders als die Kolleg/innen in den Nachbarländern? Eine solche (irrige) Annahme bei den Verantwortlichen ist die einzig schlüssige Erklärung für die in den Eckpunkten abgebildete Haltung.

 

Aber auch in den anderen wesentlich umfangreicheren Punkten bleibt das Papier hinter den berechtigten Erwartungen weit zurück.

 


Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 09.12.2014 (tB).

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