DBfK

Zunahme psychischer Erkrankung in Pflegeberufen zwingt zum Handeln

 

Berlin (28. Januar 2015) – Aus Sicht des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) sind die heute veröffentlichten Zahlen des ‚TK Depressionsatlas‘ ein Alarmsignal, das einfach nicht länger ignoriert werden darf. „Seit Jahren steigt die Rate psychischer Erkrankungen bei den Beschäftigten in der Pflege überproportional an. Nach den in dieser Woche von DAK und TK veröffentlichten Krankheitsdaten rangieren die Pflegeberufe inzwischen quasi an der Spitze derjenigen Berufe, die besonders von Depressionen betroffen sind. Zu viel Arbeit, Zeitdruck und Hektik, mangelnde Anerkennung, wenig Autonomie und eine schlechte Work-Life-Balance sind bekanntlich wesentliche berufsbedingte Risikofaktoren für das Entstehen einer psychischen Erkrankung.


All dies gehört seit Jahren in der Pflege zum Alltag“, sagt DBfK-Referentin Johanna Knüppel. „Die Auswirkungen solcher Arbeitsbedingungen sind inzwischen immer deutlicher in den Arbeitsunfähigkeitszahlen abzulesen. Diese besorgniserregende Entwicklung nimmt Politik, Arbeitgeber und Krankenversicherer gleichermaßen in die Pflicht, mit aller Konsequenz für eine bessere Gesundheit des Pflegepersonals zu sorgen. Einerseits wird der Fachpersonalmangel in der Pflege beklagt, andererseits aber zu wenig getan, damit die beruflich Pflegenden gesund bleiben“, so Knüppel weiter.

 

Der DBfK fordert:

 

  • Der Personalschlüssel in der Pflege ist deutlich zu verbessern und so die Arbeitsbelastung der Pflegefachpersonen zu senken.
  • Abläufe rund um den Arbeitsplatz Pflege sind auf vermeidbare Belastungsfaktoren hin zu überprüfen und aus Mitarbeitersicht zu optimieren. Dies betrifft z.B. Unterbrechungen der Arbeit, aber auch den Einsatz von Hilfsmitteln usw.
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement muss erheblich verstärkt werden im Sinne von frühzeitiger und aufsuchender Hilfe. Dafür sind Zeitressourcen konsequent einzuplanen.
  • Gute Führung und ein vertrauensvolles Miteinander im Team sind einerseits positive Verstärker und andererseits Grundlage zur Früherkennung von Krankheitszeichen. Beides muss hohe Priorität erhalten.

 

 


Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 28.01.2015 (tB).

MEDICAL NEWS

COVID-19 pandemic sees increased consults for alcohol-related GI and liver…
The eyes offer a window into Alzheimer’s disease
Ventilating the rectum to support respiration
Screening for ovarian cancer did not reduce deaths
Fatigue, mood disorders associated with post-COVID-19 syndrome

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung
Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie

MULTIPLE SKLEROSE

Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?
Multiple Sklerose: Ein Sprung sagt mehr, als viele Kreuzchen auf…
Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung

PARKINSON

Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit