Diakonie-Präsident Stockmeier übergibt Bundesgesundheitsminister Gröhe symbolisches Rettungspaket

Diakonie fordert Rettungspaket für die Altenpflege

 

Berlin (12. Mai 2014) – Bundesweit haben heute am Internationalen Tag der Pflege diakonische Altenpflegeheime und ambulante Pflegedienste bessere Rahmenbedingungen für die Altenpflege gefordert. In symbolischen Rettungspaketen haben sie Forderungen und Wünsche von Menschen, die in der Pflege arbeiten, pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen an das Bundesgesundheitsministerium gesandt.

Das erste Rettungspaket hat heute Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe übergeben. Nach wie vor, so Stockmeier, sei die Situation in der Pflege kritisch. "Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt. Fachkräfte für die Pflege werden dringend gesucht. Pflegende Angehörige fühlen sich nicht ausreichend  unterstützt. Die Arbeit der Pflegekräfte wird zu wenig wertgeschätzt. Die Pflege ist chronisch unterfinanziert", erklärte Stockmeier. Die Menschen, die in der Pflege arbeiteten, die pflegenden Angehörigen und die Menschen, die gepflegt werden, würden schon sehr lange auf eine Entlastung warten. "Mit unserem Aktionstag Altenpflege wollen wir ihnen Gehör verschaffen und die öffentliche und politische Diskussion weiter anstoßen. Die Frage ist, was der Gesellschaft gute Pflege wert ist", betonte Stockmeier.

Der Diakonie-Chef begrüßte ausdrücklich die aktuellen Bemühungen des Bundesgesundheitsministers, die dringend notwenigen Reformen in der Pflege  anzuschieben. Er appellierte an Gröhe, die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs noch in diesem Jahr verbindlich zu beginnen. "Weitere Zeit zu verschwenden, halten wir für unverantwortlich", bekräftigte Stockmeier.

Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen vor Pflegeeinrichtungen, auf Marktplätzen, vor Rathäusern oder Landtagen haben die 3.500 diakonischen Anbieter von Altenpflege auf die Situation in der Pflege aufmerksam gemacht.  

 

 


 

Quelle: Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, 12.05.2014 (tB).

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