Diakonie sieht die geplante Verkürzung des Zivildienstes gelassen

 

Berlin (3. November 2009) – Die Diakonie sieht einer geplanten Verkürzung des Zivildienstes gelassen entgegen. "Bei 450.000 Mitarbeitenden, 450.000 Ehrenamtlichen und 12.000 Zivis bricht in der Diakonie nichts zusammen – dann hätten wir etwas falsch gemacht", sagt Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik. "Auch bei einer Verkürzung auf sechs Monate sind sinnvolle Tätigkeiten möglich. Das belegen unsere Erfahrungen mit drei- bis sechsmonatigen Kurzzeit- Freiwilligendiensten." Allerdings müsse sich der Charakter des Zivildienstes dann verändern und den neuen Rahmenbedingungen angepasst werden.

 

Kottnik betont, dass sich die Diakonie immer für einen Zivildienst als Lerndienst eingesetzt habe. "Junge Menschen machen hier erste Erfahrungen mit sozialer Arbeit und erhalten vor allem auch eine Chance, persönlich zu reifen." Eine Verkürzung der Zeit auf ein halbes Jahr mache dies schwieriger. Es sei eine alte Forderung der Diakonie, den Zivildienst durch den Ausbau der Jugend- Freiwilligendienste zu kompensieren. Dem Vorschlag einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes, kann die Diakonie nichts abgewinnen. "Besser wäre es, sich von vornherein für ein FSJ zu entscheiden", erklärt Kottnik.

 

Hintergrund ist die von der Bundesregierung geplante Verkürzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes auf sechs Monate.

 

In den Einrichtungen und Diensten der Diakonie sind bundesweit derzeit rund 12.000 Zivildienstleistende beschäftigt.

 


 

Quelle: Pressemitteilung des DiakonischesnWerkes der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. vom 03.11.2009.

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