1. Oktober 2013 – Internationaler Tag der Ältere

Eigene Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen

 

Berlin (1. Oktober 2013) – Seit 1990 würdigen die Vereinten Nationen am 1. Oktober die älteren Menschen und ihren Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben. Aus Anlass des Internationalen Tages der Älteren stellt das Deutsche Institut für Menschenrechte seine neue Studie „Menschenrechte: Keine Frage des Alters?“ vor.

 

Die Studie zeigt, dass es auch in Deutschland Lebenslagen gibt, die ein hohes Gefährdungsrisiko für die Menschenrechte Älterer aufweisen. Dazu zählen etwa Diskriminierungen aufgrund des Alters, die Einschränkung der Autonomie speziell für Menschen in Pflege und das Risiko der Altersarmut. Daher fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte, den menschenrechtlichen Schutz für Ältere auszubauen, und plädiert für die Schaffung einer eigenen UN-Konvention. „Eine eigene UN-Konvention bietet den stärksten menschenrechtlichen Schutz, so dass ältere Menschen ihre Rechte auch wirklich wahrnehmen können“, erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Mit einer neuen Konvention würden keine neue Rechte geschaffen werden, sondern diese an die Gefährdungslagen der Älteren angepasst. „Die Bundesregierung muss sich in einem solchen Prozess auch dafür einsetzen, dass die bestehenden Menschenrechtsstandards, insbesondere aus der UN-Behindertenrechtskonvention, nicht unterlaufen werden“, so Rudolf.

 

Das Deutsche Institut für Menschenrechte erneuert deshalb seine Forderung, dass sich die Bundesregierung verstärkt im internationalen Kontext, speziell in der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten Älterer, für die Stärkung der Menschenrechte Älterer engagiert. „Die Bundesregierung sollte sich jetzt konstruktiv in den internationalen Diskussionsprozess einbringen, wenn sie die Entwicklung in diesem menschenrechtlichen Themenfeld mitgestalten will. Auch die nationalen Debatten zu Diskriminierung im Alter oder Altersarmut sollten aus Sicht der Menschenrechte geführt werden“, erklärt Claudia Mahler, Autorin der Studie und Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

 

Die Studie gibt konkrete Empfehlungen an die Bundesregierung, den Bundestag, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft.

 

 

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Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte, 26.09.2013 (tB).

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