Forschungsförderung des Bundesministeriums für Gesundheit zu Antibiotikaresistenz, Hygiene und Nosokomialen Infektionen

 

Berlin (5. August 2011) – In Deutschland erkranken jährlich ca. 400.000 bis 600.000 Patientinnen und Patienten an Krankenhausinfektionen, schätzungsweise 7.500 bis 15.000 sterben daran. Die Behandlung der Infektionen wird durch die steigende Zahl antimikrobiell resistenter Erreger zunehmend erschwert. Durch geeignete Präventionsmaßnahmen wäre ein bedeutender Teil der Infektionen und Todesfälle vermeidbar.

 

Das Bundesministerium für Gesundheit will mit der Bekanntmachung "Antibiotikaresistenz, Hygiene und Nosokomiale Infektionen" Forschungsvorhaben in den vier Themenfeldern

 

  • Outcome-orientierte Interventionsstudien,
  • Qualifizierung von Fachkräften,
  • Modellprojekte zur sektorübergreifenden Versorgung zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen und nosokomialen Infektionen und
  • Weiterentwicklung der Qualitätssicherung

anstoßen.

 

Die Forschungsförderung baut auf den Empfehlungen des Gemeinsamen Wissenschaftlichen Beirates (GWB) des Bundesministeriums für Gesundheit auf und orientiert sich an den Zielen der Deutschen Antibiotikaresistenzstrategie (DART). Sie ist ein maßgeblicher Beitrag zur Umsetzung des "Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze".

Das Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist am 3. August im Bundesgesetzblatt verkündet worden und seit dem 4. August in Kraft.

Die Bekanntmachung ist zu finden unter
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/aufgaben-und-organisation/ausschreibungen/antibiotikaresistenz.html

 


 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), 05.08.11 (tB).

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