Rösler fordert einen Mentalitätswechsel im Gesundheitswesen

 

Berlin (5. Mai 2010) – Einen Mentalitätswechsel im Gesundheitssystem hat Bundesgesundheitsminister Philip Rösler am Mittwoch bei der Eröffnung des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit gefordert. "Bürokratie und Kontrollvorschriften lassen sich nur reduzieren, wenn wir den Leistungserbringern wieder mehr Vertrauen schenken."

 

Die beste Kontrolle im System seien mündige und aufgeklärte Patienten. Wichtig sei mehr Gesundheitswissen für die Bevölkerung und vor allem mehr Transparenz für die Versicherten. "Wir müssen von diesem ständigen Misstrauen gegenüber dem Privaten Gesundheitsanbietern wegkommen," sagte Rösler. "Wenn man immer glaubt, der Staat könne alles besser als die Menschen im System, kann man Bürokratie nicht abbauen." Es geb zu viel "unfaire Konkurrenz" im System. Rösler betonte zudem die Bedeutung der Gesundheitsbranche als Wirtschaftsfaktor in Deutschland. "Die fünf Millionen Beschäftigten in dieser Branche waren für uns auch der wichtigste Grund für den ersten Gesundheitswirtschaftskongress meines Ministeriums."

 

Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, prämierte auf dem Hauptstadtkongress zwei Sieger im Wettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft". Gewonnen haben die Konzepte der Regionen Hamburg, Ostseeküste (Greifswald) und Rhein-Neckar (Mannheim). Sie werden in den kommenden vier Jahren mit jeweils bis zu 7,5 Millionen Euro gefördert. "Wir brauchen eine Gesundheitsforschung, die so schnell wie möglich den Patienten zugute kommt", betonte Schütte bei der Siegerehrung.

 

"Dieser Regionen-Wettbewerb hat einen großen Anteil daran, dass die Gesundheitswirtschaft in den vergangenen Jahren maßgeblich an Bedeutung gewonnen hat", betonte Kongresspräsident Ulf Fink, Senator a.D., "Das Thema Gesundheitswirtschaft hat immer eine elementare Rolle auf dem Hauptstadtkongress gespielt." Die wichtigsten Akteure des Gesundheitswesens treffen sich beim dreitätigen Hauptstadtkongress, um sich über aktuelle Fragen der Gesundheitspolitik, der Gesundheitswirtschaft, der Pflege, des Krankenhausmanagements und der Medizin auszutauschen.

 


 

Quelle: Presseinformation Hauptstadtkongress 2010, 05.05.2010 (tB).

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