GKV-Spitzenverband

Dokumentation ist Bestandteil guter Pflege

Berlin (18. März 2011) – Heute hat im Bundesgesundheitsministerium ein weiterer „Pflegegipfel“ stattgefunden. Diesmal ging es darum, die Möglichkeiten des Bürokratieabbaus auszuloten. Ein viel diskutierter Punkt war dabei die Frage, wie sich der Dokumentationsaufwand in der praktischen Pflege verringern lassen könnte.

Die Dokumentation der Pflegeleistungen durch die Pflegekräfte ist ein notwendiger Teil guter Pflege. Dies ist unter den Pflegewissenschaftlern unumstritten. Nur wenn die Pflegekraft weiß, ob ein Pflegebedürftiger genug getrunken hat oder wann das Druckgeschwür entstanden ist und welche Pflegemaßnahmen daraus folgen, kann sie richtig handeln und gut pflegen.

Dazu erklärt Gernot Kiefer, Vorstand des Spitzenverbandes der Pflegekassen:

„So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig – dies muss das Leitmotiv bei der Pflegedokumentation sein. Konkret schlagen wir vor: Statt Tag für Tag im Detail aufzuschreiben, was alles getan wird, sollten die stets gleichen Abläufe wie beispielsweise Waschen, Windeln wechseln oder Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme in der Pflegeplanung festgehalten werden und nur noch die Abweichungen von der Regel extra dokumentiert werden. So könnte der Dokumentationsaufwand reduziert werden, ohne dass die Pflegequalität leidet.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Pflegewissenschaft und den Pflegeanbietern den Dokumentationsaufwand so zu verringern, dass die Pflegebedürftigen davon profitieren. Insbesondere die Verbände, die immer nach einem Bürokratieabbau rufen, sind aufgefordert, ebenso konkrete wie realistische Vorschläge zu machen.“


Quelle: GKV – Spitzenverband, 18.03.2011 (tB).

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