56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) / Deutscher Anästhesiecongress (DAC)

9. bis 12. Mai 2009, Congress Center Leipzig

Mehr als nur Narkose: Anästhesisten diskutieren Neuheiten ihres Fachgebietes

Leipzig (23. März 2009) – Wie lassen sich Schwerstkranke an der Schwelle zwischen Leben und Tod optimal betreuen? Wo liegen die Grenzen der Intensivmedizin? Welche neuen Medikamente können die Schmerzen nach Operationen und anderen Behandlungen lindern? Diesen und weiteren Fragen gehen Mediziner und Wissenschaftler im Rahmen der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) nach. Der Kongress findet vom 9. bis 12. Mai 2009 im Congress Center Leipzig statt. Die Veranstalter erwarten etwa 4.500 Teilnehmer.

Anästhesisten sind nicht nur für die Narkose verantwortlich. Auch die Intensiv­medizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin zählen zu ihren Aufgabengebieten. Diese Vielfalt und Bedeutung des Fachgebietes herauszuarbeiten, ist ein Anliegen des Deutschen Anästhesiecongresses (DAC) in Leipzig. „Gemäß unserem diesjährigen Motto ‚Öffnen statt verstecken’ wollen wir sowohl anderen medizinischen Disziplinen als auch Patienten das umfangreiche Spektrum unseres Faches präsentieren“, erklärt Professor Dr. med. Joachim Boldt, Kongresspräsident und Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Operative Intensivmedizin am Klinikum Ludwigshafen.

In zahlreichen Vortragsveranstaltungen und Kursen können sich Ärzte und Wissen­schaftler über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Patientenversorgung informieren. So diskutieren die Experten unter anderem, warum eine gezielte Unterkühlung bei Herz-Kreislauf-Stillstand die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht und welchen Stellenwert die Palliativmedizin im Klinikalltag hat. Zudem erhalten Kongressteilnehmer Einblick in neue Ernährungsstrategien bei Intensivpatienten. Hier stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die mediterrane Küche für klinische Ernährungskonzepte Vorbild sein kann. Aber auch berufspolitische Fragen sollen offen angesprochen werden: Neben dem Honorararztmodell stehen hier der Ärztemangel und die Abwanderung talentierter und in Deutschland gut ausgebildeter Nachwuchsmediziner ins Ausland auf der Agenda.

Ein Bürgerforum zum Thema „Schmerzfreies Krankenhaus“ ergänzt das wissen­schaftliche Programm. Ärzte stellen interessierten Bürgern im Rahmen der Veranstaltung neue, wirksame Schmerztherapien vor. „Viele Patienten fürchten bei einer Operation oder einer anderen medizinischen Behandlung vor allem eines: Schmerzen“, berichtet Boldt. „Diese Angst wollen wir ihnen nehmen.“

Die Kongressgebühren sind abhängig vom Anmeldedatum, dem Status des Teilnehmers (Chefarzt, Facharzt usw.) und einer eventuellen DGAI-Mitgliedschaft. Vergünstigte Teilnehmergebühren sind bei Zahlungseingang bis zum 3. April 2009 möglich. Die Anmeldung erfolgt bis zum 27. April 2009 bei MCN Medizinische Congressorganisation Nürnberg AG, Neuwieder Str. 9, 90411 Nürnberg, Fax: 0911/3931678 oder online unter www.dac2009.de – (Bei Rückfragen zum Anmeldeprozedere, Tel.: 0911/3931636.) Danach können sich Interessenten nur noch direkt vor Ort am Tagungscounter anmelden. Weitere Informationen sowie das Programm zum DAC sind ebenfalls unter www.dac2009.de abrufbar.

Bürgerforum „Schmerzfreies Krankenhaus“

Sonntag, 10. Mai 2009, 11.00 bis 12.30 Uhr

Alte Nikolaischule Leipzig, Aula, Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) vom 23.03.2009.

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