Am Ende zahlt der Patient die Zeche!

 

Berlin (10. November 2011) – Anlässlich des Weltqualitätstages am 10. November 2011 fordert der Qualitätsverbund Hilfsmittel e.V. die Festlegung einheitlicher Dienstleistungs- und Servicequalitätsstandards für die Hilfsmittelversorgung und deren Einhaltung regelmäßig zu überprüfen.

 

Zum diesjährigen Weltqualitätstag am 10. November 2011 weist der Qualitätsverbund Hilfsmittel e.V. darauf hin, dass es nicht ausreicht, Qualitätsanforderungen für die Dienstleistungen bei der Hilfsmittelversorgung vordergründig in Krankenkassenverträgen oder Ausschreibungen festzulegen. Es ist richtig, einen Rahmen für die Versorgung zu setzen. Bei der Fülle von vorhandenen Verträgen besteht jedoch schnell die Gefahr, den Überblick über die Anforderungen zu verlieren.

 

Und wer will die Erfüllung dann noch serös überprüfen? Eine systematische und regelmäßige Überprüfung zur Einhaltung der vereinbarten Service- und Dienstleistungsqualität gibt es in der Regel nicht. Das Interesse der Krankenkassen, einen fundierten Nachweis über die Erfüllung der vereinbarten Qualitätsanforderungen zu bekommen, ist eher gering. Vielmehr verlassen sich Kassen auf die Rückmeldung in Einzelfällen und gehen diesen Beschwerden dann nach. Dass diese Einzelfälle aufgeklärt werden müssen, steht außer Frage. Mit systematischem Vorgehen hat das wenig zu tun. Man gewinnt beinahe den Eindruck, dass beiden Vertragspartnern eigentlich klar ist, dass ein Teil der vereinbarten Qualitätsanforderungen von vornherein nicht eingehalten werden kann. Im Falle von Ausschreibungen scheint dies noch vordergründiger zu sein. Qualität beginnt bei der Beschreibung des gewollten Zustandes und schließt die regelmäßige Überprüfung und Anpassung mit ein.

 

Klar jedoch ist, dass es Leistungserbringer gibt, die konsequent an der Umsetzung von gesetzten Dienstleistungs- und Serviceanforderungen arbeiten. Diese Unternehmen erreichen dann ein hohes Qualitätsniveau. Den Wettbewerb um den niedrigsten Preis dürften diese wohl eher nicht gewinnen. Ist derjenige, der sich an Vereinbarungen hält und auf hohe Qualität setzt, am Ende der Dumme? Qualität wird es jedenfalls zu Niedrigpreisen nicht geben. Und der, um den es eigentlich geht, den Patienten, der muss es zu Lasten seiner Lebensqualität ausbaden.

 

Der QVH fordert bundeseinheitliche Dienstleistungs- und Servicequalitätsstandards festzulegen und verbindlich einzuführen. Die gesetzliche Regelung dafür gibt es ja bereits. Gleichermaßen muss ein transparentes Prüfsystem zur Einhaltung der Standards etabliert werden. Denn nur dann gibt es eine fundierte Basis für einen transparenten Wettbewerb um die beste Versorgungsqualität. Und nur dann wird für alle deutlich, welche Versorgungs-qualität beim Patienten ankommen soll und tatsächlich auch ankommt.

 

Der Qualitätsverbund Hilfsmittel e.V. (QVH) hat Qualitätsstandards für die Hilfsmittelversorgung erarbeitet und entwickelt diese regelmäßig weiter. Unternehmen, die diese Standards nachweislich einhalten, werden mit dem QVH-Gütesiegel ausgezeichnet. Diese Betriebe haben den Nachweis erbracht, dass die Versorgungsqualität auf Grundlage der QVH-Standards bei den Betroffenen auch tatsächlich ankommt. Weitere Informationen können Sie unter www.qvh.de abrufen.

 


 

Quelle: Qualitätsverbund Hilfsmittel e.V, 10.11.2011 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung