Astellas Pharma und Deutsche Schmerzgesellschaft verleihen erstmals Max von Frey-Preis

Therapeutischer Bedarf bei neuropathischen Schmerzen ist bisher nicht ausreichend gedeckt

 

  • Um die Forschung zu den Mechanismen neuropathischer Schmerzen zu fördern, haben die Astellas Pharma Deutschland GmbH und die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. den „Max von Frey-Preis“ ins Leben gerufen und nun erstmals verliehen.
  • Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro teilen sich zwei Nachwuchswissenschaftler für ihre überzeugenden klinisch- bzw. Grundlagen-orientierten Forschungsarbeiten.

 

Hamburg  (30. Oktober 2013) – Rund fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden an neuropathischen Schmerzen, nicht alle von ihnen erfahren eine angemessene Schmerzbehandlung (McDermott AM et al. Eur J Pain 2006; 10:127-135). Um neue therapeutische Ansätze erfolgreich entwickeln zu können müssen grundlegende pathologische Mechanismen in der Schmerzphysiologie noch besser verstanden werden. Daher wurde in diesem Jahr gemeinsam von Astellas Pharma GmbH und der Deutschen Schmerzgesellschaft der Forschungsförderpreis „Max von Frey-Preis“ ins Leben gerufen.

 

Namensgeber des Preises ist der Physiologe Maximilian von Frey, der mit seiner Forschung zu Kälte-, Wärme- und Schmerzsinn Pionier-Arbeit geleistet hat. Mit dem Preis sollen Forschungsvorhaben unterstützt werden, die helfen, das Wissen zu neuropathischen Schmerzen weiter zu vertiefen. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Schmerzforschung zu fördern und dadurch die Entwicklung moderner Schmerztherapien weiter voranzutreiben“, so PD Dr. Regine Klinger, Universität Hamburg. Die Leiterin der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz Verhaltenstherapie, Fachbereich Psychologie, hielt im Namen der Deutschen Schmerzgesellschaft als deren Vize-Präsidentin die Laudationes.


Ein Preis – zwei Preisträger

Anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Schmerzgesellschaft in Hamburg wurde der Max von Frey-Preis nun erstmals verliehen. Aus allen Einsendungen wählte eine Jury, bestehend aus namhaften deutschen Schmerzexperten, zwei Projekte junger Nachwuchswissenschaftler aus, die sich der Erforschung des neuropathischen Schmerzes widmen. Jeweils 50 Prozent des mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preises gehen an Dr. med. dent. Doreen Pfau von der Universitätsmedizin Mannheim (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) und an Dr. med. Tim Hagenacker, Facharzt für Neurologie am Universitätsklinikum Essen.

Mit der einen Hälfte des Preisgelds wird das klinische Forschungsvorhaben „Kalt-evozierte Potenziale als objektive Methode zur Testung der Funktion von A-Delta-Fasern bei Patienten mit neuropathischem Schmerz“ von Frau Dr. Pfau unterstützt. Darin soll untersucht werden, wie die Schmerzintensität des Kältereizes bei Patienten mit Kaltallodynie bzw. Kalthypästhesie erfasst werden kann. Für die Jury ist Frau Dr. Pfau eine würdige Preisträgerin, da sie sich mit einem bisher wenig erforschten Gebiet der Schmerztherapie auseinandersetzt. Die Arbeit ist von sehr hoher klinischer Relevanz, da sie die Diagnose und somit auch die Behandlung von neuropathischen Schmerzen weiter vorantreiben wird.

Die zweite Hälfte des Preisgeldes erhält Herr Dr. Hagenacker für seine Grundlagen-Forschung zu „Calcium-basierten Mechanismen Platin-induzierter Neurotoxizität“. Das Projekt soll wesentliche Aufschlüsse zur Relevanz Calcium-basierter Prozesse bei der Entstehung neuropathischer Schmerzen geben und damit langfristig neue Perspektiven bei der Pharmakotherapie auf diesem Gebiet eröffnen. Bei dieser Arbeit hob die Jury besonders hervor, dass durch dieses Forschungsvorhaben das Wissen zur Calciumakkumulation und damit das Verständnis zur Genese neuropathischer Schmerzen grundlegend verbessert werden wird. Die Arbeit von Dr. Hagenacker nährt also die Hoffnung, dass in Zukunft noch effektivere Schmerztherapien entwickelt werden können.

„Die neuropathische Schmerzforschung und -therapie ist für Astellas von besonderem Stellenwert. Mit QUTENZA(TM) steht Patienten ein topisches Capsaicin-Pflaster zur Verfügung, mit dem neuropathische Schmerzen erstmals ohne systemische Nebenwirkungen behandelt werden können. Dennoch gibt es in diesem Indikationsbereich noch viel zu tun. Ohne engagierte Forschung werden dringend benötigte Neuentwicklungen nicht möglich“, so Wim Jacques Josephus Kockelkoren, Geschäftsführer der Astellas Pharma Deutschland GmbH. „Ein nachhaltiges Engagement in der Schmerzforschung ist uns sehr wichtig. Daher freuen wir uns sehr, mit dem ‚Max von Frey-Preis‘ herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des neuropathischen Schmerzes unterstützen zu können. Um die Forschungsbestrebungen auf diesem Gebiet langfristig zu fördern, werden wir den Preis für Nachwuchswissenschaftler auch in den kommenden Jahren ausschreiben“, kündigte Kockelkoren an.

Über Astellas

Astellas Pharma GmbH, mit Sitz in München, ist die deutsche Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Astellas Konzerns, an dessen Spitze sich die in Tokio ansässige Astellas Pharma Inc. befindet. Europäische Zentrale ist die Astellas Pharma Europe Ltd. (London, Großbritannien).
Astellas ist ein forschungsorientiertes pharmazeutisches Unternehmen, das mit innovativen und bewährten Arzneimitteln zur Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen weltweit beitragen will. Ziel des Unternehmens ist, durch Konzentration exzellenter Fähigkeiten in Forschung & Entwicklung sowie im Marketing ein kontinuierliches Wachstum in den pharmazeutischen Märkten der Welt zu realisieren.

Astellas Pharma Europe ist verantwortlich für 21 Niederlassungen in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika, einem Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie 3 Produktionsstätten mit insgesamt ca. 4.100 Mitarbeitern.

 

Weitere Informationen zur Astellas Gruppe finden Sie im Internet unter www.astellas.com und www.astellas.de.

Über die Deutsche Schmerzgesellschaft

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. ist mit über 3.300 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Schmerzgesellschaft Europas. Sie ist Mitglied in der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) sowie in der IASP (International Association for the Study of Pain).


 

Quelle:  Astellas Pharma, 30.10.2013 (tB).

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