DBfK

Umsetzung der Charta ist eine ethische Verpflichtung

Berlin (17. Oktober 2016) – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) bedankt sich ausdrücklich bei den Expertinnen und Experten des Runden Tisches, die heute in Berlin Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ vorstellen. „Eine Charta ist nur so stark, wie sie gelebt wird. Deshalb ist die von den Arbeitsgruppen des Runden Tisches geleistete Vorarbeit für die schrittweise Umsetzung der Charta enorm wichtig und hilfreich“, sagt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner.

„Schwerstkranke und sterbende Menschen haben in ihrer Versorgung und Pflege ein Recht auf Respekt, Würde und dieser Lebensphase angemessene Bedingungen. Dies mit aller Konsequenz sicherzustellen ist die Verpflichtung der Gesellschaft, des Gesundheitswesens und der Politik. Es gehört zur Professionalität von Pflegefachpersonen, ihren Teil dazu beizutragen. Basis ihres Handelns ist schließlich der ICN-Ethikkodex, der u.a. besagt: ‚Die grundlegende professionelle Verantwortung der Pflegenden gilt dem pflegebedürftigen Menschen. (…) Die Pflegende zeigt in ihrem Verhalten professionelle Werte wie Respekt, Aufmerksamkeit und Eingehen auf Ansprüche und Bedürfnisse, sowie Mitgefühl, Vertrauenswürdigkeit und Integrität. ‘ Aber die Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit müssen dies auch zulassen. Der DBfK fordert angesichts der heute veröffentlichten Empfehlungen für eine nationale Strategie, die notwendige Anpassung der Versorgungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen schnellstens einzuleiten. Dies betrifft vor allem die Pflegepersonalbemessung und die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Gerade schwerstkranke und sterbende Menschen benötigen Formen der Betreuung und Begleitung, die sich von der heute üblichen beschleunigten ‚Abfertigung‘ unterscheiden. Sie sind besonders angewiesen auf – und wünschen sich:

Werbung

  • Kontinuität in der Versorgung,
  • gut und sicher gestaltete Übergänge zwischen Sektoren,
  • intensive Kommunikation und Kooperation der Gesundheitsprofessionen,
  • umfassende Informationen,
  • gemeinsam getroffene Entscheidungen, die uneingeschränkt respektiert werden,
  • Zeit und Entschleunigung,
  • Sprechende Pflege und Medizin.

Die Ziele der Charta zu realisieren erfordert gute und interdisziplinär gestaltete Konzepte, verlässliche Strukturen, aber auch Investitionen in den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung innerhalb und außerhalb von Einrichtungen. Eine Herausforderung, der sich die Gesellschaft und vor allem die Verantwortlichen in Gesundheitswesen und Politik stellen müssen.


Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 17.10.2016 (tB).

MEDICAL NEWS

COVID-19 pandemic sees increased consults for alcohol-related GI and liver…
The eyes offer a window into Alzheimer’s disease
Ventilating the rectum to support respiration
Screening for ovarian cancer did not reduce deaths
Fatigue, mood disorders associated with post-COVID-19 syndrome

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung
Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie

MULTIPLE SKLEROSE

Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?
Multiple Sklerose: Ein Sprung sagt mehr, als viele Kreuzchen auf…
Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung

PARKINSON

Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit