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Pflegeversicherung hat Altenpflege einen Entwicklungsschub gegeben

 

Berlin (16. April 2014) – "Die Einführung der Pflegeversicherung vor zwanzig Jahren hat der Altenpflege in Deutschland einen enormen Entwicklungsschub gegeben", sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier am Mittwoch in Berlin. "Die ambulante Pflege erreicht heute viel mehr pflegebedürftige Menschen als vor zwei Jahrzehnten. Und im stationären Bereich liegen zwischen den heutigen Wohnangeboten für pflegebedürftige Menschen und den Pflegeheimen der 1970er und 80er Jahre Welten".

 

Die Politik habe rechtzeitig erkannt, dass Pflegebedürftigkeit in einer Gesellschaft des langen Lebens ein eigenständiges Lebensrisiko sei. Allerdings habe die Politik das Thema anschließend zu lange vernachlässigt und den entstehenden Pflegesektor unter großen ökonomischen und gesellschaftlichen Druck gesetzt. "Die Leistungen der Pflegeversicherung sind heute zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent weniger wert als 1995 und in der anstehenden Pflegereform ist nur eine Steigerung um vier Prozent vorgesehen. Das ist zu wenig – die finanzielle Belastung, die die Versicherten selbst tragen müssen, ist für viele zu hoch", sagt Stockmeier. Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, dass die Pflegeversicherung nur einen Teil der finanziellen Last der Pflege trage.
                                                                      
"Pflege ist in einer Gesellschaft des langen Lebens aufwändiger, als die Gesellschaft es bislang wahrhaben will. Mit der Pflegeversicherung haben wir in Deutschland eine Lernchance schon früher ergriffen als manche Nachbarländer," sagt der Diakonie-Präsident: "Wir wissen sehr viel genauer als vor zwanzig Jahren, was pflegebedürftige Menschen brauchen und was ihre Lebensqualität verbessert."

Hintergrund: Vor zwanzig Jahren, am 22. April 1994, wurde die Pflegeversicherung durch Beschluss des Deutschen Bundestages als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Älteren Menschen sollte im Fall der Pflegebedürftigkeit der Gang zum Sozialamt erspart bleiben. 

 

 

 

 

Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband ist der Dachverband der Diakonischen Werke der evangelischen Landes- und Freikirchen sowie der Fachverbände der verschiedensten Arbeitsfelder. Zur Diakonie gehören etwa 28.100 stationäre und ambulante Dienste wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Kitas, Beratungsstellen und Sozialstationen mit 450.000 Mitarbeitenden und etwa 700.000 freiwillig Engagierten.

Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband ist wie Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Teil des neuen Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.

 


 

Quelle: Diakonie Deutschland, 16.04.2014 (tB) Thomas Backe

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