Impulse und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen:

Janssen‑Cilag Zukunftspreis feiert zehnjähriges Jubiläum

 

Neuss (27. September 2006) – Der Janssen‑Cilag Zukunftspreis 2006 geht an das Hannoveraner Migrationsprojekt „MiMi ‑ Mit Migranten für Migranten" und an das integrative Patientenbetreuungsprojekt „integra Halle". Damit werden bereits zum sechsten Mal Projekte und Initiativen aus dem Gesundheitswesen ausgezeichnet, die nach Ansicht der hochkarätig besetzten Jury besonders zukunftsträchtig sind und dem Gesundheitswesen neue Impulse geben. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Zukunftspreises wird die Auszeichnung des Neusser Pharmaunternehmens in diesem Jahr zusätzlich für besondere Nachhaltigkeit auch an ein bereits ausgezeichnetes Projekt vergeben. Nach 1997 ist das Projekt „Spes Viva ‑ Sterbebegleitung im Krankenhaus" damit bereits zum zweiten Mal unter den Preisträgern.

 

„Seit zehn Jahren begreifen wir den Zukunftspreis als besondere Verpflichtung. Dieser Preis ist ein Ausdruck unseres Bemühens, über die Erforschung innovativer Arzneimittel hinaus das Gesundheitssystem positiv zu gestalten" so Toon Overstijns, Geschäftsführer von Janssen‑Cilag. „Wir wollen alle am System Beteiligten ermutigen, von sich aus etwas Anderes und Neues beizutragen. Nicht die Größe des Projektes entscheidet daher bei der Vergabe des Zukunftspreises, sondern der Ansatz, aus dem alle etwas für die Zukunft lernen können. Diese Innovationskraft und dieses Engagement zu fördern, ist Teil unseres Auftrages," fügt Overstijns hinzu.

 

2006 ehrt die Jury das Hannoveraner Projekt „MiMi ‑ Mit Migranten für Migranten", das sich für die Verbesserung von Gesundheitsversorgung und ‑vorsorge von Familien mit ausländischer Herkunft einsetzt. Die Initiative „MiMi" bildet über das Ethno‑Medizinische Zentrum in Hannover und den BKK Bundesverband seit 2004 Migranten zu so genannten Gesundheitsmediatoren aus. In der mehrwöchigen Ausbildung lernen Migranten das Gesundheitssystem und die Bedeutung von Prävention und Vorsorge kennen. Die Mediatoren‑Ausbildung befähigt und motiviert sie, ihr Wissen an ihre Landsleute weiterzugeben und durch Eigeninitiative ihre verbessern. Bislang sind über 200 Mediatoren ausgebildet worden, die ihr Wissen in über 200 Veranstaltungen an ihre Familien und Menschen mit dem gleichen Migrationshintergrund weitergeben konnten. Das Projekt „MiMi" hat in seiner zweijährigen Bestehens­zeit bisher bereits rund 50.000 Menschen erreicht.

 

Das Projekt „integra Halle ‑ Neue Wege zur Gesundheit" wird für seine gelungene Integrationsarbeit und Optimierung der Versor­gungsprozesse von Krankenhäusern und Fachärzten ebenfalls mit dem Janssen‑Cilag Zukunftspreis 2006 ausgezeichnet. „integra Halle" ist ein Integrationsvertrag eines Krankenhauses in Halle mit 19 niedergelassenen Ärzten, einer Poliklinik und einem Reha­-Zentrum. Hierdurch wird die Behandlung des Patienten von der Vorsorge, Operation, Betreuung bis zur abschließenden Nachsorge in einem einheitlichen Prozess vorgenommen, so dass die Verweil­dauer im Krankenhaus nach kleineren Operationen verkürzt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen verbessert werden kann. Besonders vorteilhaft für den Patienten ist die durch­gängige Betreuung durch seinen Facharzt im Rahmen dieses Projektes. Auch die Kostenträger profitieren durch kürzere Beleg­zeiten, die bis zu 30 Prozent an Kosten einsparen. Schließlich können die Fachärzte auf diese Weise Operationen eigenhändig durchführen und dabei auf Fachpersonal zurückgreifen.

In diesem Jahr wird außerdem und zum ersten Mal eine bereits 1997 ausgezeichnete Initiative erneut geehrt. Aufgrund seiner besonderen Nachhaltigkeit und des enormen Engagements wird das Projekt „Spes Viva ‑ Sterbebegleitung im Krankenhaus" 2006 ein weiteres Mal mit dem Janssen‑Cilag Zukunftspreis bedacht. Das Projekt am Krankenhaus St. Raphael, Ostercappeln, wurde vom Katholischen Krankenhausverband entwickelt. Im Vordergrund stehen sowohl die umfassende Betreuung des Patienten und seiner Angehörigen als auch die Bemühung, das Thema Tod und Sterben zu enttabuisieren. Neben der Betreuung der Patienten stehen auch den Angehörigen umfangreiche Unterstützungsangebote zur Verfügung: im Krankenhaus gibt es spezielle Räume für Sterbende und deren Angehörige. Außerdem finden mit Unter­stützung eines Netzwerkes ehrenamtlicher Helfer regelmäßige Seminare und Schulungen statt. Die Idee des Projekts ist bundes­weit bereits von zehn weiteren Kliniken übernommen worden.

 

Ausgewählt wurden alle Preisträger von einer Jury bestehend aus dem Wissenschaftsjournalisten Gero von Boehm, Prof. Dr. Gerd Glaeske, Professor für Arzneimittelversorgungsforschung im Studiengang Public Health, Prof. Rudolf Hickel, Wirtschaftswissen­schaftler und Mitglied der "Alternativen fünf Weisen", Prof. Dr. Rolf Kreibich, Leiter des Instituts für Zukunftsstudien und Technologie­bewertung, Dr. Marcel Mangen, Geschäftsführer Vertrieb und Kommunikation Janssen‑Cilag und Malte W. Wilkes, Geschäfts­führer von IFAM Institut für angewandte Marketing‑Wissenschaf­ten. Als neue Jurorin tritt die Ärztin, Journalistin und Moderatorin Dr. Franziska Rubin an den Platz des im vergangenen Jahr ver­storbenen Jurymitglieds Bodo H. Hauser.

 

Der nächste Janssen‑Cilag Zukunftspreis wird 2008 vergeben. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden bei:


Janssen‑Cilag GmbH
Anne Wenders
Raiffeisenstraße 8
41470 Neuss.

 


 

Quelle: Preisverleihung des Zukunftspreises der Firma Janssen-Cilag am 27.09.2006 in Neuss.

 

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