Jahrestagung des Deutschen Ethikrates

Der steuerbare Mensch? Über Einblicke und Eingriffe in unser Gehirn

 

Donnerstag, 28. Mai 2009, 10:00 bis 18:00 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
(U2 Hausvogteiplatz oder Stadtmitte, U6 Französische Straße)

 

Anmeldung erbeten bis 20. Mai 2009. Unter http://www.ethikrat.org/de_veranstaltungen/jt09.php wird am 1. April 2009 ein Formular für die Online-Anmeldung bereitgestellt.

Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift zur Verfügung.

Programm

10.00
Begrüßung
Prof. Dr. jur. Edzard Schmidt-Jortzig, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates
PD Dr. med. Christiane Woopen, Stv. Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

I. Einführung

10.15
Hirnforschung gestern und heute
Prof. Dr. med. Barbara Wild, Universität Tübingen

II. Einblicke in das Gehirn: Bildgebende Verfahren

11.00
Bilder des Gehirns als Bilder des Denkens und Fühlens
Prof. Dr. rer. nat. John-Dylan Haynes, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig

11.30
Das gläserne Gehirn? Rechtliche Probleme bildgebender Verfahren
Dr. jur. Dr. rer. pol. Tade Matthias Spranger, Universität Bonn

12.00
Diskussion

13.30
Mittagspause

III. Eingriffe in das Gehirn

14.00
Psychopharmaka zur Leistungsverbesserung?
Prof. Dr. med. Isabella Heuser, Charité Berlin

14.30
Schnittstelle Mensch/Maschine: Tiefe Hirnstimulation
Prof. Dr. med. Volker Sturm, Universität Köln

15.00
Steuerung des zentralen Steuerungsorgans – Rechtsfragen bei Eingriffen in das Gehirn
Prof. Dr. jur. Henning Rosenau, Universität Augsburg

15.30
Diskussion

16.00
Kaffeepause

IV. Der steuerbare Mensch?

16.30
Die ethische Dimension moderner Hirnforschung
Prof. em. Dr. phil. Dr. h. c. Ludger Honnefelder, Universität Bonn

17.00
Streitgespräch
Prof. em. Dr. jur. Wolfgang van den Daele, Wissenschaftszentrum Berlin
Prof. Dr. theol. Dietmar Mieth, Universität Tübingen

17:30
Diskussion

18.00
Ende


Zum Thema

Unser Gehirn wird zunehmend zugänglich für Medizin und Forschung. Bildgebende Verfahren erlauben immer tiefere Einblicke in Strukturen und Funktionen des Gehirns.. Unser Wissen über die biochemischen Vorgänge und zellulären Netzwerke, die den Hirnaktivitäten zugrunde liegen, wächst, und mit ihm die pharmakologischen und technischen Möglichkeiten, Denkleistungen und Stimmungen bei kranken und gesunden Menschen zu beeinflussen.

Die Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zeigt auf, welche Einblicke und Eingriffe in das menschliche Gehirn bereits möglich sind und erforscht werden, und betrachtet die ethischen und rechtlichen Herausforderungen, vor die uns dies stellt.

 

  • Können Bilder des Gehirns uns dabei helfen, unser Denken und Fühlen zu verstehen?
  • Ist es vertretbar, dass auch Gesunde Medikamente nehmen, die für die Behandlung bei psychischer Krankheit, Demenz oder Aufmerksamkeitsstörungen entwickelt wurden?
  • Wohin könnte es führen, wenn implantierte Elektroden immer gezielter Hirnfunktionen wie Motorik, Sprache und Stimmung beeinflussen können?

 

Nach Berichten aus Medizin und Forschung sowie philosophischen und rechtlichen Analysen werden sich die Referenten gemeinsam mit dem Publikum und den Mitgliedern des Ethikrates in Diskussionen der Frage nähern, was es bedeutet, wenn wir durch immer tiefere Einblicke und Eingriffe in unser Gehirn unser menschliches Selbstverständnis überdenken müssen. 

Weitere Informationen 

 

http://www.ethikrat.org/de_veranstaltungen/jt09.php

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Ethikrates vom 24.03.2009.

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung