Warum Menschen zu Mobbing-Opfern werden

Zusammenhang mit früheren Erfahrungen?

 

Heidelberger Traumaforscher starten online-Studie unter www.mobbing-studie.de

 


Heidelberg (12. September 2008) – Erhöhen Erfahrungen aus früheren Lebensphasen die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Mobbing zu werden? Eine Online-Befragung auf Initiative von Wissenschaftlern der Sektion Psychotraumatologie der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg soll dabei helfen, die Faktoren besser zu verstehen, die zum Mobbing führen.

 

Alle, die selbst Mobbing am Arbeitsplatz erlitten haben oder aktuell erleiden, sind eingeladen, einen Fragebogen unter www.mobbing-studie.de anonym auszufüllen. Die Antworten werden vertraulich behandelt, ein Rückschluss auf Personen ist nicht möglich.

Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, die Situation von Mobbingopfern umfassender zu verstehen und helfen, geeignete Vorsorge- und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Die Untersuchung wird in Kooperation mit Prof. Dr. Christian Stamov Roßnagel, Professor für Organisationspsychologie an der Jacobs University in Bremen, durchgeführt.

Förderung durch Dietmar-Hopp-Stiftung

"Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ihre Erfahrungen mit Mobbing detailliert festzuhalten", erklärt Dr. Frank Wagner, Diplom-Psychologe in der Heidelberger Sektion Psychotraumatologie in der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin. "Die Befragung nimmt nur ca. 20 Minuten in Anspruch, doch kann damit jeder dazu beitragen, die psychischen Folgen von Mobbing besser zu verstehen, sowie deren Therapie wirkungsvoller zu gestalten". Die Studie ist Teil eines interdisziplinären Forschungsprojekts, das von der Dietmar-Hopp-Stiftung gefördert wird.

Mobbing am Arbeitsplatz betrifft einen großen Teil Bevölkerung und hat weitreichende negative Folgen für die Gesundheit wie auch für die berufliche und private Situation des Opfers. Laut Mobbing-Report des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erkranken fast die Hälfte der Betroffenen psychosomatisch und körperlich. Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen Angsterkrankungen und Depressionen, aber auch Kreislauferkrankungen.

Ansprechpartner

Dr. Frank Wagner
Diplompsychologe
Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin,
Standort Bergheim
Sektion Psychotraumatologie
69115 Heidelberg
Thibautstraße 2
eMail: frank.wagner(at)med.uni-Heidelberg.de

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg vom 12.09.2008.

 

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