Young Lions Gesundheitsparlament präsentiert erste Thesen: Frischer Wind fürs Gesundheitswesen. Photo: Janssen-CilagYoung Lions Gesundheitsparlament präsentiert erste Thesen

Frischer Wind fürs Gesundheitswesen

 

Berlin (25. Oktober 2012) – Sieben Monate nach ihrer ersten Parlamentssitzung präsentierten die Nachwuchskräfte des Young Lions Gesundheitsparlaments am 25. Oktober 2012 erste Ansätze, wie sich das Gesundheitswesen besser für die Zukunft aufstellen ließe. Rund 80 engagierte, junge Köpfe sind auf Initiative des forschenden Arzneimittelherstellers Janssen im März zusammengekommen und arbeiten bundesweit ehrenamtlich zusammen. Bis Anfang 2013 sollen die detaillierten Ergebnispapiere stehen und im Parlament verabschiedet werden.

 

Ein sechsköpfiges Präsidium unter Leitung von Dr. David Matusiewicz (28), wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen, steht dem Parlament vor. In fünf thematisch gegliederten Ausschüssen widmen sich die Parlamentarier dringenden Fragestellungen zur weiteren Entwicklung des Gesundheitssystems. Bei den Ausschussvorsitzenden laufen die inhaltlichen Fäden zusammen. Für die jungen Führungskräfte war und ist es eine echte Herausforderung, ein quasi virtuelles, heterogenes Team zu führen und die Aktivitäten zu koordinieren.

 

 

Versorgung mit regionalem Bezug stärken

 

„Jeder hat einen anderen Hintergrund und andere Erfahrungen, doch das gemeinsame Ziel lässt uns alle Zusammenhalten“, so Annegret Schnick (25), die in Bayreuth im Fach Gesundheitsökonomie promoviert und den Ausschuss „Wettbewerb“ leitet. Ihr Team hat die Systeme anderer Länder unter die Lupe genommen. Einen Verbesserungsansatz sieht der Ausschuss darin, einen stärkeren regionalen Bezug in die Versorgung zu bringen, sie besser zu koordinieren und den Qualitätswettbewerb unter den Leistungserbringern zu stärken.

 

 

Bessere Information für junge Bürger

 

Ein Qualitätsmanko hat auch der Ausschuss „Öffentlichkeit“ identifiziert, der vor allem die öffentliche Kommunikation auf den Prüfstand stellt. Ziel sei es, die Bürger stärker an gesundheitspolitischen Diskussionen und Fragestellungen zu beteiligen, um sie mehr für die Themen zu interessieren. „Gesundheitspolitische Entscheidungen betreffen uns alle elementar. Daher ist es notwendig, diese Themen stärker in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die Bürger zur Partizipation zu befähigen“meint Benedikt Reinhold (29) Ausschussvorsitzender und Senior Consultant bei einer Unternehmensberatung für Krankenhäuser.

 

„Wir sind beeindruckt, wie engagiert und zielgerichtet die jungen Abgeordneten ihre Ideen verfolgen und umsetzen“, schildert Dr. Ina Rudolph von der Geschäftsführung des Initiators Janssen. Seit rund 20 Jahren setze sich das Unternehmen für den Dialog mit Partnern im Gesundheitswesen ein, um die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aktiv mitzugestalten. „Erstmals suchen wir mit dieser Initiative den gezielten Austausch mit der jungen Generation. Unser zentrales Anliegen ist es, nachrückende Entscheidungsträger für gesundheitspolitische Themen zu interessieren, neue Ideen anzustoßen und damit kommende Trends frühzeitig zu erkennen.“

 

 

Anreize für Kooperation und Wirtschaftlichkeit

 

Das Miteinander im Gesundheitssystem zu stärken, ist das Anliegen vom Ausschuss „Organisation“, der sich für ein optimales Zusammenspiel aller Beteiligten im Gesundheitssystem einsetzt. Eine Möglichkeit sei es, neue Anreizsysteme für kooperatives und wirtschaftliches Handeln zu entwickeln. Dabei müsse auch die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems auf lange Sicht gewahrt bleiben. „Wir glauben, es ist notwendig, die Einnahmen langfristig auf eine neue Basis zu stellen und diskutieren dafür verschiedene Lösungsansätze“, erläutert Sebastian Klesper (25), der den Ausschuss leitet und Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth studiert.

 

 

Fehlversorgung aktiv angehen

 

Die Perspektive der Patienten mit im Blick zu halten, dafür setzt sich der Ausschuss „Dringende Probleme“ ein, der den notwendigsten Handlungsbedarf aus Patientensicht eruiert. „Eines unserer größten Probleme ist die Fehlversorgung der Patienten“, so Ausschussvorsitzende Lydia Neubert (26). „Fachkräftemangel und suboptimale ärztliche Versorgung auf dem Land sind nur zwei Beispiele für eine Fülle von Ursachen“, ist die examinierte Gesundheits-, Kranken- und Altenpflegerin und Pflegewissenschaftlerin (B. A.) überzeugt. Zwei Ansätze könnten sein, ärztliche Tätigkeiten durch Pflegefachkräfte übernehmen zu lassen und die Pflegeausbildung zu reformieren.

 

 

Spannungsfeld Generationenvertrag

 

„Ein nationales Gesundheitssystem kann immer nur ein ‚Durchschnitts‘-System sein und kann sich nicht an einzelnen möglichen Spitzenleistungen orientieren. ‚Das deutsche System‘ ist im internationalen Vergleich äußerst leistungsfähig und gut. Die größte Motivation ziehen wir deshalb nicht aus dem Wunsch nach Verbesserung, sondern aus der Sorge um Verschlechterung“, so Dr. Felix Cornelius (46), Ausschuss Demographie. In etwa 40 Jahren wird sich das Verhältnis zwischen Beschäftigten und Rentnern voraussichtlich halbieren. Die zentrale Fragestellung ist deshalb, wie das Dilemma zwischen den zwei offensichtlich unvermeidbaren Zielen überbrückt werden kann: Aufrechterhaltung, Verbesserung der Versorgung und Verringerungen des dafür zu zahlenden Preises oder allgemeiner: Vermeidung von Härten, die sich demokratisch nicht durchsetzen ließen.

 

Bei der Organisation ihrer Arbeit haben die jungen Abgeordneten freie Hand. Der Initiator steht ihnen als Geschäftsstelle mit Rat und Tat zur Seite. Ein eigenes Online-Portal dient als Arbeitsplattform. Der Austausch untereinander findet per E-Mail, die Diskussionen unter den Mitgliedern in Webkonferenzen, in einer geschlossenen XING-Gruppe und in Telefonkonferenzen statt. Die Öffentlichkeit wird über einen eigenen Facebook-Auftritt kontinuierlich informiert und kann darüber auch mitdiskutieren.

 

„Nach Karl Marx bestimmt das Sein unser Bewusstsein. Ich bin froh, dass wir aufgrund unserer Unabhängigkeit und Heterogenität unterschiedliche Standpunkte im deutschen Gesundheitswesen mit fester Stimme vertreten können – ohne Rücksicht auf Partialinteressen nehmen zu müssen", so der Präsident Dr. David Matusiewicz.

 

„Die ersten Ansätze aus der Ausschussarbeit sind vielversprechend und lassen interessante Ergebnisse im Frühjahr 2013 erwarten“, äußert sich Dr. Ina Rudolph.

 

Weitere Informationen zum Young Lions Gesundheitsparlament und den aktuell veröffentlichten Thesen unter
www.yl-gesundheitsparlament.de

 

 

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Über Janssen

 

Wir bei Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson haben uns dem Ziel verschrieben, die wichtigsten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen und zu lösen. Unsere Kompetenzfelder sind Onkologie (z.B. multiples Myelom und Prostatakrebs), Immunologie (z.B. Psoriasis), Neurologie/Psychiatrie (z.B. Schizophrenie, Demenz, Schmerz), Infektiologie und Impfstoffe (z.B. HIV/AIDS, Hepatitis, Tuberkulose, Influenza), sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes). Partnerschaftlich und transparent entwickeln wir gemeinsam mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen nachhaltige, integrierte Versorgungslösungen für Patienten. Weitere Informationen finden Sie unter:

 

 


 

Quelle: Janssen-Cilag GmbH, 25.10.2012 (tB).

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