Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag 2021 findet online statt:
9. bis 13. März 2021

 

Berlin (20. Januar 2021) — Bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz gab die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V. (DGS) einen ersten Einblick in Themen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages, der vom 9. bis 13. März 2021 online stattfinden wird. Dabei stehen sowohl medizinische als auch gesundheitspolitische Themen auf dem Programm.

Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag 2021, der deutschlandweit größte digitale Fachkongress der Schmerzmedizin, findet vom 09. bis 13. März 2021 als virtuelle Veranstaltung statt. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, die schmerzmedizinische Versorgung der rund 3,4 Millionen Menschen mit schwersten chronischen Schmerzen in Deutschland sicherzustellen“, erläutert Dr. Johannes Horlemann, Kongresspräsident des Deutschen Schmerz- und Palliativtages und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

„Wir fordern daher weiterhin – und das wird ein Thema beim Kongress sein – die rechtssichere Bedarfsplanung in der Schmerzmedizin.“

Auch der Deutsche Schmerz- und Palliativtag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sichere Versorgung – Versorgung sichern“. Ein Ansatz zur besseren Versorgung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften. Da ein zentrales Element in der Behandlung chronischer Schmerzpatienten die Behandlung psychischer Faktoren ist, beteiligt sich in diesem Jahr die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) e.V. am Deutschen Schmerz- und Palliativtag. Im Vorfeld haben die beiden Fachgesellschaften – DGS und DGPM – ein gemeinsames Curriculum entwickelt, das beim Schmerz- und Palliativtag erstmalig zum Einsatz kommt.

Weitere Kongressthemen werden die koordinierte Übergabe vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung, die Implementierung von Komplementärverfahren sowie aktuelle PraxisLeitlinien sein. Die PraxisLeitlinie Tumorschmerz, 2013 erstmalig veröffentlicht, wurde aktuell revidiert und aktualisiert und steht in Kürze online zur Kommentierung und Konsentierung zur Verfügung. Aus aktuellen Gründen widmet sich der Kongress zudem der sicheren Versorgung in Zeiten der Pandemie. Angesichts der Situation, dass einige Schmerztherapie- und PalliativStationen geschlossen wurden, übernehmen niedergelassene Ärzte zusätzlich die Versorgung dieser Patienten. „Das erfordert ein hohes Engagement des Einzelnen sowie eine gut funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Versorgung chronisch schmerzkranker, oft multimorbider Patienten und Palliativpatienten“, so Dr. Silvia Maurer, Vizepräsidentin der DGS und Tagungspräsidentin des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2021.

 

 

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Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit rund 4.000 Mitgliedern und 125 Schmerzzentren die führende Fachgesellschaft zur Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Schmerzliga e. V. ist es ihr vorrangiges Ziel, die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern – durch eine bessere Diagnostik und eine am Lebensalltag des Patienten orientierte Therapie. Dafür arbeiten die Mitglieder der DGS tagtäglich in ärztlichen Praxen, Kliniken, Schmerzzentren, Apotheken, physiotherapeutischen und psychotherapeutischen Einrichtungen interdisziplinär zusammen. Der von der DGS gestaltete jährlich stattfindende Deutsche Schmerz- und Palliativtag zählt seit 1989 auch international zu den wichtigen Fachveranstaltungen und Dialogforen. Aktuell versorgen gut 1.200 ambulant tätige Schmerzmediziner die zunehmende Zahl an Patienten. Für eine flächendeckende Versorgung der 3,4 Millionen schwerstgradig Schmerzkranken wären mindestens 10.000 ausgebildete Schmerzmediziner nötig. Um eine bessere Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen zu erreichen, fordert die DGS ganzheitliche und bedürfnisorientierte Strukturen – ambulant wie stationär – sowie eine grundlegende Neuorientierung der Bedarfsplanung.

 


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V., 20.01.2021 (tB).

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