International Ayurveda Congress: Ausweg aus der Kostenfalle des Gesundheitswesens. Mit über 400 Teilnehmern, Vertretern aus 40 Ländern und 50 Fachreferenten aus Verwaltung und Medizin, darunter drei hochrangige Verteter der indischen Regierung, ging am 12. April der zweitägige Internationale Ayurveda Congress (Roermond, Holland) zu Ende. Die optimistische Vision dieses bislang größten Ayurveda-Kongresses in Europa war: Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen lässt sich mit Hilfe des Ayurveda, jenes uralten, vorsorgeorientierten Gesundheitssystems, umkehren. International Ayurveda Congress

Ausweg aus der Kostenfalle des Gesundheitswesens

 

Roermond, Niederlande (11. April 2015) – Mit über 400 Teilnehmern, Vertretern aus 40 Ländern und 50 Fachreferenten aus Verwaltung und Medizin, darunter drei hochrangige Verteter der indischen Regierung, ging am 12. April der zweitägige Internationale Ayurveda Congress (Roermond, Holland) zu Ende. Die optimistische Vision dieses bislang größten Ayurveda-Kongresses in Europa war: Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen lässt sich mit Hilfe des Ayurveda, jenes uralten, vorsorgeorientierten Gesundheitssystems, umkehren.


Professor Subhash Ranade, führender Ayurveda-Experte und Mitorganisator des Kongresses: „Kein Gesundheitssystem erkennt so früh wie der Ayurveda, wann das Gleichgewicht des Körpers unter Druck gerät. Damit aber können wir beratend und therapeutisch eingreifen, noch lange bevor sich schwer zu behandelnde Symptome zeigen.“ Hauptorganisator des Kongresses war die „International Maharishi Ayurveda Foundation“, in Zusammenarbeit mit dem „All India Ayurvedic Congress“, dem über 350.000 Ärzte und Therapeuten angehören, sowie der jungen „International Academy of Ayurveda“ (Pune, Indien).

 

 

WHO: „Stille, heimliche Killer“

 

Tatsächlich sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den modernen Zivilisationskrankheiten „stille, heimliche Killer“, mit 38 Millionen Toten pro Jahr (2012) und volkswirtschaftlichen Einbußen in Billionenhöhe. Alzheimer, Arthritis, Atherosklerose, Asthma, Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Osteoporose, Schlaganfall, Adipositas, ja sogar Depression und viele Krebserkrankungen sind, sagt Prof. Ranade, „Lebensstil-indiziert“. „Medizin beginnt mit wirkungsvoller Gesundheitserziehung.“

 

Der bekannte Münchner Ayurveda-Arzt und Buchautor Dr. med. Ulrich Bauhofer, der ebenfalls auf dem Kongress sprach: „Die modernen Zivilisationskrankheiten strangulieren unser Gesundheitssystem. Lassen Sie uns hier die Natur in Stellung bringen – bevor Maschinen und Pillen unbezahlbar geworden sind.“ Der Ayurveda erziele, so Bauhofer, beachtliche Heilerfolge, die zudem kostendämpfend seien.

 

Dr. Karin Pirc, ärztliche Leiterin einer Ayurveda-Klinik im rheinland-pfälzischen Bad Ems: „Die Forschungsergebnisse, den Ayurveda betreffend, sind so vielversprechend, dass wir es uns nicht länger leisten können, diese Erkenntnisse zu ignorieren.“

 

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Umdenken

 

Dass ein Umdenken im Gange ist, zeigen verschiedene Entwicklungen weltweit: Bereits 1996 hatte die deutsche Hufeland-Gesellschaft für Gesamtmedizin e.V., die Vereinigung der Ärztegesellschaften für biologische Medizin, den ayurvedischen Präventivsansatz positiv beurteilt: ausdrücklich aufgrund seiner Kosteneffizienz und Wissenschaftlichkeit. Die indische Bundesregierung richtete jüngst ein Bundesministerium für Yoga und Ayurveda ein. Selbst in die Lehrerausbildung des Subkontinents sollen Ayurveda und Meditation integriert werden.

 

Und dass die deutsche Bundesregierung vergangenen Dezember den Entwurf eines Präventionsgesetzes verabschiedet hatte, sei ebenfalls „ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Ulrich Bauhofer. „Prävention muss jetzt zum neuen Leitmotiv der Gesundheitspolitik werden.“

 

 

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Quelle: International Ayurveda Congress, 11.04.2015 (tB).

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