Tag der Organspende am 5. Juni 2021

BZgA-Studienbericht mit Ergebnissen der Repräsentativbefragung 2020

 

Köln (5.Juni 2021) — Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ setzt der bundesweite Tag der Organspende am 5. Juni ein Zeichen für die Wichtigkeit der persönlichen Entscheidung. Er findet jährlich am ersten Samstag im Juni und in diesem Jahr als digitale Veranstaltung statt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht anlässlich dieses Tages den vollständigen Studienbericht „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2020“. Ein zentrales Studienergebnis ist, dass immer mehr Menschen ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende dokumentieren.

Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ setzt der bundesweite Tag der Organspende am 5. Juni ein Zeichen für die Wichtigkeit der persönlichen Entscheidung. Er findet jährlich am ersten Samstag im Juni und in diesem Jahr als digitale Veranstaltung statt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht anlässlich dieses Tages den vollständigen Studienbericht „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2020“. Ein zentrales Studienergebnis ist, dass immer mehr Menschen ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende dokumentieren. Mittlerweile haben 44 Prozent der Befragten ihre Entscheidung schriftlich festgehalten, sei es in einem Organspendeausweis und/oder in einer Patientenverfügung. Im Jahr 2012 waren es erst 26 Prozent.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Immer mehr Menschen dokumentieren ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende – diese positive Entwicklung begrüße ich sehr. Sie ist genau das Ziel unserer Aufklärungsarbeit. Deshalb ist es so wichtig, auch am Tag der Organspende die Menschen zu informieren und sie zu motivieren, mit ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten das Thema zu besprechen und ihre Entscheidung schriftlich festzuhalten. Dies sollte am besten in einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung erfolgen und zukünftig auch im Online-Register, das im kommenden Jahr zur Verfügung stehen wird.“

Im Januar 2020 wurde das „Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende“ verabschiedet, das am 1. März 2022 in Kraft treten wird. Laut der Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wissen 50 Prozent der Befragten, dass diese Gesetzesänderung beschlossen wurde. Allerdings ist nur 35 Prozent der Befragten bekannt, dass dieses Gesetz unter anderem die Einrichtung eines bundesweiten Online-Registers zur Speicherung der persönlichen Entscheidung zur Organ- und Gewebespende beinhaltet.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung passt ihre Aufklärungskampagne hinsichtlich der neuen gesetzlichen Regelungen an mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger über die in 2022 in Kraft tretende Gesetzesgrundlage zu informieren und weiterhin die Zahl der dokumentierten Entscheidungen zu erhöhen. Dazu werden bestehende Maßnahmen erweitert und neue Konzepte zusätzlich entwickelt, unter anderem Informationen für die Hausärzteschaft, Pass- und Meldeämter und Erste-Hilfe-Schulungen. Ebenfalls werden die Online-Medien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Organ- und Gewebespende angepasst und durch weitere Informations- und Unterstützungsangebote für die Allgemeinbevölkerung sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ergänzt. Zentrales Anliegen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist, mit ihren Aufklärungsmaßnahmen einen vereinfachten Zugang zum Thema und zu sämtlichen Formen der Dokumentation für die Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu schaffen.

Der Tag der Organspende ist im Zuge der Aufklärungsarbeit eine wichtige Gelegenheit, um mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Wie auch im Vorjahr findet die zentrale Veranstaltung aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausschließlich online statt. Im Rahmen der Veranstaltung informieren in diesem Jahr Menschen, die ein Organ erhalten haben, medizinisches Personal und Angehörige von Organspenderinnen und Organspendern sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen über das Thema.

 

Weitere Informationen

 

 


Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 31.05.2021 (tB).

Schlagwörter: ,

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…