Sankt-Florian-Prinzip der Pflegeversicherung:

Aktuelle Studie bestätigt Selbstbetrug beim Thema Pflege-Risiko

 

München (29. Januar 2009) – Das Thema Pflege ist bei den Deutschen offenbar trotz der öffentlich diskutierten Pflegereform wenig präsent. Laut einer aktuellen Verbraucher-Umfrage der MÜNCHENER VEREIN Krankenversicherung ist ein niedriger Informationsstand über die Pflegereform immer noch verbreitet. Die Bundesbürger wissen viel zu wenig über den Vorsorgebedarf im Pflegefall. Es ist weder die monatliche Maximalleistung der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung von lediglich 1.470 EUR bekannt, noch die Versorgungslücke im Pflegefall von teilweise über 2.000 EUR monatlich.

 

Interessant ist die Einschätzung der Verbraucher, dass 47% der Menschen im Alter zum Pflegefall werden. Jedoch nur 18% schätzen das eigene Pflegerisiko hoch ein. Eine Verhaltensweise, die das Sankt-Florian-Prinzip beschreibt: Bedrohungen nicht lösen, sondern sie auf andere verschieben. Die Pflegeheimkosten werden allerdings von den meisten Befragten mit über 3.000 EUR realistisch eingeschätzt. Trotz dieser Kenntnis planen die Wenigsten eine konkrete Absicherung für den Pflegefall. Als Grund wird die Unkenntnis bzw. die mangelnde Aufklärung der Verbraucher angeführt.

 

Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der MÜNCHENER VEREIN Versicherungsgruppe, warnt im Hinblick auf diese Umfrage-Ergebnisse vor einer drohenden "Pflege-Armut" und fordert eine stärkere Aufklärung der Verbraucher zum Thema Lebensrisiko Pflegefall: "Stell Dir vor, es gibt eine Reform und keiner kennt sie – die Reform hat ihre Wirkung verfehlt."

 

Die Ergebnisse der Pflege-Studie finden Sie unter folgendem Link: www.muenchener-verein.de/Pflegestudie_Verbraucher  

 


Quelle: Pressemitteilung der MÜNCHENER VEREIN Versicherungsgruppe vom 29.01.2009.

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