Neue Erkenntnisse aus der Diabetes-Forschung:

Automatisch codierte Blutzuckermessgeräte bringen mehr Sicherheit

Die richtige Insulin-Dosierung kann das Risiko von Folgeerkrankungen reduzieren

 

München (20. März 2007) – Viele Diabetiker müssen mehrfach täglich Insulin spritzen. Um die richtige Dosis zu ermitteln, kontrollieren sie zuvor ihren Glucosewert mit einem Messgerät. Eine Reihe von Messgeräten müssen für jede neue Teststreifenpackung manuell vom Anwender codiert werden. Diese Codierung bildet jedoch eine häufige Fehlerquelle der Selbstkontrolle. Der Grund: Ein nicht korrekt codiertes Gerät liefert oft ungenaue Ergebnisse. Und das kann zu einer falschen Insulin-Dosierung führen. Das bestätigte jüngst eine Studie aus den USA, die anlässlich des „Sixth Annual Diabetes Technology Meeting“ in Atlanta, Georgia, vorgestellt wurde.

Dr. Steven Edelman, Medizinprofessor an der University of California in San Diego, USA, und mitverantwortlich für die Studie, sagt: „Das Einstellen der Messgeräte auf eine neue Teststreifenpackung ist ein kritischer Punkt beim Diabetesmanagement.“ Etwa 16 Prozent der Patienten machen hierbei Fehler. Die Folge: Durch ungenaue Messwerte spritzen sie zu viel oder zu wenig Insulin, der Blutzuckerspiegel kann dadurch zu hoch oder zu niedrig sein. Zu wenig Glucose kann zu Unterzuckerungen und im Extremfall zu Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit führen. Ist der Wert chronisch erhöht, kann es im Verlaufe der Krankheit vielfach zu Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Nierenerschädigungen oder Sehstörungen kommen.

 

Blutzuckermessgeräte, die nicht vom Anwender codiert werden müssen, sind in dieser Hinsicht wesentlich sicherer. Ich kann jedem Patienten empfehlen, sich für ein solches Modell zu entscheiden“, sagt Professor Edelmann. Das bestätigt auch die Studie: Bei manuell codierten Geräten ist die Gefahr, zwei Insulin-Einheiten zu viel oder zu wenig zu verabreichen, relativ hoch. Werden die Blutzuckermessgeräte vom Anwender fehlerhaft codiert, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Fehldosierung nach dieser Studie bei 50 Prozent. Deutlich besser schnei­den die Messgeräte ab, die das Codieren selbst übernehmen – darunter Contour® und Breeze® von Bayer HealthCare. Hier liegt die Möglichkeit, um zwei Insulin-Einheiten abzuweichen, lediglich bei 1,4 Prozent. Eine Fehldosierung von mehr als zwei Einheiten ist praktisch ausgeschlossen.

 

Jörn Oldigs, Leiter Diabetes Care bei Bayer Vital, sagt: „Die Studie hat deutlich ge­zeigt, dass viele Diabetiker nicht ahnen, wie wichtig die richtige Codierung für ihre eigene Gesundheit ist. Patienten, die sicher und unkompliziert ihren Blutzucker be­stimmen wollen, liegen mit einem automatisch codierten Gerät daher immer richtig.“


 

Quelle: Pressegespräch der Firma Bayer HealthCare zum Thema „Gesund kochen – genussvoll essen. Diabetesprävantion beginnt am Herd“ am 20.03.07 in München.

MEDICAL NEWS

Perinatal patients, nurses explain how hospital pandemic policies failed them
Johns Hopkins Medicine expert creates comprehensive guide to new diabetes…
An amyloid link between Parkinson’s disease and melanoma
Ultrasensitive, rapid diagnostic detects Ebola earlier than gold standard test
Paranoia therapy app SlowMo helps people ‘slow down’ and manage…

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Diabeloops Ziel: Baldige Marktpräsenz mit ​individuellen Lösungen zum Diabetes-Management für​ verschiedene…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie
Wie neuartige Erreger die Entstehung von Darmkrebs verursachen können
Onkologische Pflegekräfte entwickeln Hörspiel für Kinder: Abenteuer mit Alfons
Krebsüberleben hängt von der Adresse ab

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung
Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…