Berlinale 2010: Wettbewerbsbeitrag "Der Räuber" als Hörfilm

Berlin (10. Februar 2010) – Bei der diesjährigen Berlinale kommen auch blinde und sehbehinderte Kinofans wieder auf ihre Kosten, denn zu vier Filmen werden Hörfilmaufführungen angeboten. Dazu gehört auch der Wettbewerbsbeitrag „Der Räuber“ (Regie Benjamin Heisenberg), der am 16. Februar im Friedrichstadtpalast als Hörfilm läuft. Die Filmbeschreibung wird von der Deutschen Hörfilm Gesellschaft (DHG) präsentiert. Mehr über die Hörfilme der Berlinale unter www.berlinale.dbsv.org

Bei einem Hörfilm werden dem Originalfilm zusätzliche Bildbeschreibungen hinzugefügt – die so genannte Audiodeskription. In den Dialogpausen erläutert eine neutrale Sprecherstimme die rein visuell wahrnehmbaren Ereignisse einer Szene. Hörfilme ermöglichen so auch blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen. Bei Kinoaufführungen werden die Bildbeschreibungen über Kopfhörer empfangen.

1999 stellte die DHG mit Wim Wenders „Buena Vista Social Club“ zum ersten Mal bei der Berlinale einen Hörfilm vor. Seither nutzen immer mehr blinde und sehbehinderte Menschen das attraktive barrierefreie Festivalangebot. Alleingesellschafter der DHG ist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV).

Am 23. März 2010 verleiht der DBSV zum 8. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Die Auszeichnung ehrt besonders gelungene Produktionen sowie Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für Hörfilme einsetzen. 2003 ging der Preis an die Berlinale. Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de


Quelle: Ppressemitteilung der Deutschen Hörfilm Gesellschaft (DHG) vom 10.02.2010 (tB).

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