Damit die Chemotherapie nicht zur Qual wird

Was die Ärzte heute gegen Übelkeit und Erbrechen tun können

 

Berlin (24. März 2006) – Sie gehören zu den Nebenwirkungen, vor denen sich Krebskranke bei einer Chemotherapie ganz besonders fürchten: Starke Übelkeit und häufiges Erbrechen. Besonders belastend sind die verzögert auftretenden Beschwerden, die den Patienten über mehrere Tage quälen können. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade diese Nebenwirkungen von vielen Ärzten unterschätzt werden; möglicherweise weil sie bei einer ambulanten Therapie erst zuhause auftreten.

 

Doch es gibt auch beachtliche Erfolge zu verzeichnen. So kennt die Wissenschaft inzwischen eine Vielzahl von Botenstoffen, die ganz gezielt attackiert werden können, um die Krebskranken bei einer Chemotherapie vor Übelkeit und Erbrechen zu schützen. Das Ergebnis sind neuartige Medikamente, wie der erste und bisher einzige Neurokinin‑l‑Rezeptor‑Antagonist Aprepitant (EMEND®). Aprepitant wird als Teil einer Kombinationstherapie angewendet und schützt die Patienten nicht nur vor den akuten Beschwerden, sondern wirkt auch gegen die besonders gefürchtete späte Übelkeit und Erbrechen. Ein rechtzeitiger Einsatz von Aprepitant kann somit ganz wesentlich dazu beitragen, dass die Chemotherapie nicht zur Qual wird.

 

Dass auch große internationale Fachgesellschaften wie die MASCC (Multinational Association of Supportive Care in Cancer) vom Nutzen des neuartigen Medikaments überzeugt sind, zeigt die auffallend schnelle Aufnahme von Aprepitant in die internationalen Therapierichtlinien. Danach sollte der Neurokinin‑1‑Rezeptor‑Antagonist heute bei vielen Chemotherapien prophylaktisch verordnet werden.


 

Quelle: Symposium der Firma MSD SHARP & DOHME beim Krebskongress 2006 in Berlin (tB).

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