DGSS lädt junge Schmerzforscher erstmals zur Juniorakademie ein

Nachwuchs-Netzwerk und Doktorandenstipendien sollen die Forschung stärken

 

Boppard (22. Juli 2008) – Arbeiten junger Schmerzforscher werden im Herbst aus dem Dornröschenschlaf geweckt: "Frei von der Leber weg" sollen Nachwuchswissenschaftler bei der ersten Juniorakademie der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) ihre Forschungsarbeiten präsentieren, netzwerken und sich untereinander und mit erfahrenen Mentoren austauschen. Ziel ist es, den Forschern den Start ihrer Wissenschaftlerkarriere zu erleichtern und ein kommunikatives Netzwerk mit der Möglichkeit gemeinsamer Projekte zu initiieren. Die Akademie findet erstmals vom 11. bis zum 14. September 2008 statt (Schlosshotel Eyba, Thüringen). Anmeldungen sind möglich unter info@dgss.org.

 

Startschwierigkeiten junger Forscher

 

Oft gehen hervorragende Arbeiten junger Forscher bei Kongressen in Posterausstellungen am großen Publikum vorbei, haben die Schmerzspezialisten der DGSS festgestellt. So mancher junge Forscher hat es auch nicht leicht, unter der Obhut eines älteren Kollegen "flügge" zu werden. Da eine systematische Ausbildung des Forschernachwuchses nach dem Muster von PhD-Studiengängen im Ausland in Deutschland weitestgehend fehlt, straucheln viele junge Forscher anfangs über die Fallstricke des Wissenschaftsbetriebs, beispielsweise bei der Beantragung von Forschungsfördermitteln.

 

Mentoren stehen Forschern zur Seite

 

Um diesen Defiziten zu begegnen und jungen Forschern zu mehr Selbständigkeit zu verhelfen, verstärkt die DGSS ihr Engagement in der Nachwuchsförderung. Neben den Posterpreisen, mit denen alljährlich beim Deutschen Schmerzkongress die besten Poster ausgezeichnet werden, hat sie nun die Juniorakademie ins Leben gerufen, um jungen Wissenschaftlern ein Forum zu bieten, in dem Forschungsideen aller Entwicklungsstadien präsentabel und diskussionsfähig sind. Übersichtsvorträge zu Forschungsmethodik, Versuchsplanung, Techniken der Antragstellung oder kontroversen inhaltlichen Fragestellungen klären häufige Fragen am Beginn einer wissenschaftlichen Karriere. Einige erfahrene Mentoren stehen den Nachwuchsforschern während der Tagung zur Seite.

 

Nachwuchsförderung bringt nachhaltige Verbesserung

 

"Unser Ziel ist es, ein kommunikatives Netzwerk innerhalb der Generation der Nachwuchsforscher mit der Perspektive möglicher gemeinsamer Projekte zu initiieren", so PD Dr. Walter Magerl (Mannheim), der als Vorsitzender der DGSS-AdHoc-Kommission Nachwuchsförderung die Akademie organisiert. "Wenn wir die Schmerztherapie in Deutschland auf Dauer verbessern wollen, müssen wir junge Wissenschaftler frühzeitig unterstützen und dafür sorgen, dass sie so bald als möglich selbstständig forschen können und ihre Forschung auch wahrgenommen wird." Darüber hinaus richtet die DGSS Doktorandenstipendien für angehende Schmerzforscher ein. Kriterien für die Vergabe dieser Stipendien werden derzeit von der AdHoc-Kommission erarbeitet.


Quelle: Presseinformation der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) vom 22.07.2008.

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