Endlich Evidenz in der Wundversorgung

 

UrgoStart mit NOSF zeigt signifikante Überlegenheit im doppelblinden Direktvergleich sowie eine hohe Effektivität und Akzeptanz im Praxisalltag  

 

München (26. Juli 2012) – In der CHALLENGE-Studie war UrgoStart einer neutralen Schaumstoffwundauflage in nahezu allen Endpunkten signifikant überlegen. Die Wundauflage mit dem Nano-Oligosaccharid-Faktor NOSF und der Lipidokolloid­matrix TLC verkleinerte die Oberfläche venöser Unterschenkel­geschwüre stärker und schneller als das Vergleichsprodukt ohne NOSF. Zudem gingen Schmerzen, Angst und Depression unter UrgoStart stärker zurück. Eine Anwendungsstudie mit 1.528 Patienten bestätigt nun, dass sich diese Ergebnisse auch auf die Praxis übertragen lassen.

 

Wenn Ärzte und Therapeuten Auflagen für chronische Wunden auswählen müssen, konnten sie sich bis vor kurzem nur begrenzt auf die Ergebnisse aus methodisch hochwertigen Studien stützen. „Vorteile für einzelne Wundauflagen gegenüber anderen waren meist nicht belegt“, sagte Dr. Stephan Eder, Donaueschingen. Mit der aktuell publizierten CHALLENGE-Studie (1) verbessert sich diese Situ­ation.

 

 

UrgoStart bringt Tempo in die Wundheilung

 

In der Studie wurden UrgoStart mit NOSF-Lipidokolloidmatrix und eine identisch aussehende TLC-Schaumstoffwundauflage ohne NOSF verglichen. Die Studienteilnehmer konnten daher randomisiert und doppelt verblindet behandelt werden. „Damit hat der metho­dische Goldstandard der Evidenz-basierten Medizin endlich auch in die Therapie mit Wundauflagen Einzug gehalten“, so Eder.

 

Eingeschlossen waren 187 Patienten aus 45 französischen Zentren, die an chronischen Unterschenkelgeschwüren venöser oder gemischter Ätiologie litten. Die Ulzera bestanden bis zu 36 Monate und wiesen eine Wundoberfläche zwischen 5 und 50 cm2 auf. Nach der Randomisierung wurden die Teilnehmer acht Wochen lang zusätzlich zu einer adäquaten Kompressionstherapie mit einer der beiden Wundauflagen behandelt.

 

„Die Studie bestätigt eindeutig die Überlegenheit von UrgoStart gegenüber dem Vergleichsprodukt“, fasste Eder die Ergebnisse zusammen. So reduzierte sich die Wundoberfläche in der UrgoStart-Gruppe median um 58,3 % gegenüber 31,6 % in der Vergleichs­gruppe (p = 0,0021). Aber auch bei den anderen Endpunkten zeigte UrgoStart eine deutlich höhere Effektivität.

 

Eine mindestens 40-prozentige Verkleinerung der Wundoberfläche erreichten in der UrgoStart-Gruppe 65,6 % Patienten, in der Ver­gleichsgruppe dagegen nur 39,4 % (p = 0,0003). Weiter war die Geschwindigkeit der Wundheilung in der UrgoStart-Gruppe mit -10,83 mm2 gegenüber -5,15 mm2 pro Tag doppelt so hoch (p = 0,0056). „Und schließlich ging die beschleunigte Wundheilung auch mit signifikanten Verbesserungen bei verschiedenen Dimen­sionen der Lebensqualität einher“, berichtete Eder. Demnach litten die Patienten in der UrgoStart-Gruppe bei Studienende seltener unter Schmerzen, Angst und Depression.

 

Laut Eder sind diese Behandlungsvorteile auf die NOSF-Komponente in UrgoStart zurückzuführen. „NOSF hemmt Matrix-Metalloproteasen, die in chronischen Wunden im Überschuss vorhanden sind und wichtige Wachstumsfaktoren sowie gesundes Gewebe abbauen. Die NOSF-bedingte Inaktivierung der Matrix-Metalloproteasen wirkt dem entgegen und beschleunigt so den Wundheilungsprozess“, erläuterte Eder. Auf die Verträglichkeit und Akzeptanz habe NOSF dagegen keine Auswirkungen. „Diesbezüg­lich gab es zwischen den Behandlungsgruppen keinen Unterschied“, stellte Eder klar.

 

Nach acht Wochen 40 Prozent geheilte Wunden

 

Nun lassen sich Ergebnisse aus klinischen Studien nicht zwangsläufig auf den Alltag übertragen. „Aber selbst unter Real-life-Bedingungen ist UrgoStart nachweisbar effektiv“, sagte Dipl.-Med. Steffen Lützkendorf, Helbra. Dies zeige aktuell eine nationale Anwendungsstudie (2) mit 1.528 Patienten aus 108 deutschen Praxen.


In dieser wurden alle Arten chronischer Wunden über maximal acht Wochen mit UrgoStart therapiert. „Zum Studienende waren 43,2 % der Wunden komplett verheilt, weitere 51,3 % hatten sich verbes­sert“, berichtete Lützkendorf. Außerdem habe sich der Zustand der Umgebungshaut deutlich verbessert.

 

Diese Behandlungserfolge machten sich auch bei der Lebensqualität bemerkbar: „Der Anteil der Patienten mit eingeschränkter Beweglich­keit sank von rund 70 % auf ca. 41 %, der der Patienten, die in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt waren, von 48 % auf 29 %“, berich­tete Lützkendorf. Darüber hinaus habe die Prävalenz von Ängsten und Niedergeschlagenheit deutlich abgenommen. Der Anteil der Patienten mit Schmerzen sei von 80,2 % auf 36,9 % zurückge­gangen.

 

„Erfreulich ist auch das hohe Maß an Akzeptanz und lokaler Verträglichkeit“, sagte Lützkendorf. Über 93 % der Anwender hätten UrgoStart als nützlich oder äußerst nützlich bewertet, und die Therapie mit der Wundauflage sei in allen abgefragten Parametern besser beurteilt worden als die mit einer neutralen Schaum­stoffwundauflage. „Damit kommt UrgoStart in der Behandlung granulierender chronischer Wunden eine große Bedeutung zu“, urteilte Lützkendorf.

 

 

Anmerkungen 

  1. Meaume S et al: A randomized, controlled, double-blind prospective trial with a Lipido-colloid Technology-Nano-OligoSaccharide Factor wound dressing in the local management of venous leg ulcers. Journal Wound Repair Regen 2012 Jul; 20(4): 500-511
  2. Data on file: Anwendungsbeobachtung UrgoStart 2011/2012, Urgo GmbH, Sulzbach

  

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Quelle: Meet-the-expert der Firma URGO zum Thema „Wundversorgung heute – Von der evidenzbasierten Wissenschaft in die Praxis“ am 26.07.2012 in München (tB).

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