Europäisches Forschungsprojekt zur Sturzprävention in der alternden Gesellschaft

 

Siegen (30. September 2011) – Zum 1. Oktober startet unter der Federführung des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Universität Siegen (Leitung: Prof. Dr. Volker Wulf) ein europäisches Forschungsprojekt zur Sturzprävention und -vorhersage bei alten Menschen, die eigenständig zu Hause leben.

 

Ob Treppenstufe, rutschiger Untergrund oder Trittunsicherheit durch altersbedingt nachlasssende Physis: Stürze und deren Folgen stellen ein immenses und zunehmendes Gesundheits- und Kostenproblem unserer Gesellschaft dar. Nicht zuletzt die demographisch bedingte veränderte Altersstruktur wird diese Problematik in Zukunft weiter verschärfen.


Prophylaxe und Vermeidung von sturzbedingten Unfällen: dieses Forschungsfeld rückt sowohl national als auch auf europäischer Ebene zunehmend in den Fokus, um moderne, kostengünstige und alltagstaugliche Lösungen zur Sturzvermeidung zu entwickeln.

Der aktiven Sturzprävention, vor allem durch gezielte Bewegungs- und Trainingsprogramme, kommt hier eine entscheidende Rolle zu. Dabei können moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) aus den Bereichen Sensorik, Telemedizin und Home-Entertainment (Xbox/Kinect) entsprechende Aktivitäten unterstützen, da sie bei zielgruppengerechter Gestaltung zunehmend auch von alten Menschen zu Hause genutzt werden können.


Ziel des Forschungsprojektes ist es, IKT-basierte Technologien zu entwickeln, die einfach und kostengünstig in das tägliche Leben der älteren Mitbürger integriert werden können. Durch unaufdringliche Messtechnologien sowie lernfähige Assistenzfunktionen kann so sowohl eine effektive Prävention als auch eine zuverlässige Vorhersage von Stürzen ermöglicht werden.


„Insbesondere die nachhaltige Aktivierung von älteren Mitbürgern zu selbständigen Training daheim, das durch geeignete Techniken initiiert, angeleitet und überwacht wird, ist gleichzeitig Potential und Herausforderung unseres Forschungsprojekts“ erklärt Dr. Rainer Wieching, Leiter und Initiator des Projekts an der Universität Siegen. „Ein erfolgreiches Projekt führt so zu einer verbesserten Lebensqualität für den Einzelnen und zu reduzierten Kosten für die Gesellschaft“.


Die Universität Siegen koordiniert das europäische Forschungsprojekt. Beteiligte Projektpartner sind die Deutsche Sporthochschule (Köln), das Austrian Institute of Technology (Österreich), das Instituto Biomechanica de Valencia (Spanien), Philips Research Europe (Niederlande), Kaasa Solution (Düsseldorf) und Neuroscience Research Australia (Sydney).


Das Forschungsvorhaben wird unter dem Titel iStoppFalls (ICT based System to Predict and Prevent Falls) von der Europäischen Kommission mit mehr als 3 Millionen Euro gefördert.

 

 


Quelle: Universität Siegen, 30.09.2011 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung