Gut betreut ein Leben lang

 

Heidelberg (4. Februar 2010) – Eine lückenlose und lebenslange Betreuung von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen über die Fachgrenzen hinweg auszubauen, das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe "lebenslang und liebenswert" der Sektion Kinderchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg: Am 6. Februar 2010 findet das 3. Symposium zu Kinderchirurgie und Rehabilitation von 9 bis 18 Uhr im Hörsaal der alten Kinderklinik statt. Eingeladen sind Eltern, Betreuende, Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen und Physiotherapeuten; die Teilnahme ist kostenlos.

Die Heidelberger Kinderchirurgie ist "Ausgezeichnet. Für Kinder": Dieses neue Gütesiegel der "Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V."(GKinD) wurde im November erstmals vergeben und bescheinigt der Sektion eine umfassende und hervorragende Versorgung ihrer stationären Patienten.


Die Zertifizierung soll dazu beitragen, bundesweit eine hochwertige und altersgerechte stationäre Versorgung für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten. Dazu formulierten die GKinD in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus (BaKuK) und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) anspruchsvolle Mindestanforderungen. Bundesweit ließen sich Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen freiwillig überprüfen. Neben Größe und Behandlungsspektrum der Abteilungen wurden auch die sozialen und psychologischen Betreuungsangebote überprüft, z.B. ob Eltern in der Nähe ihres Kindes untergebracht sind oder die jungen Patienten Unterricht in der Klinikschule erhalten.

 

 

Bedarf an effektiven und langfristigen Nachsorge- und Betreuungskonzepten

 

Schwerpunktthemen des diesjährigen Symposiums sind Bauchwanddefekte, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und chronische Hauterkrankungen. Mitglieder von Elternvereinigungen und Selbsthilfegruppen berichten von ihren Erfahrungen.

"Eine hoch spezialisierte chirurgische Versorgung und Rehabilitation von Kindern ist die Grundlage für die weitere, lebenslange Entwicklung", erklärt Privatdozent Dr. Stefan Holland-Cunz, Symposiumsvorsitzender und Chefarzt der Kinderchirurgie Heidelberg. "Beides muss an die besonderen Bedürfnisse von Neugeborenen und älteren Kindern sowie deren Familien angepasst sein."

So arbeiten die Heidelberger Kinderchirurgen bei der Behandlung von Kindern mit angeborenen Bauchwanddefekten eng mit den Experten des Perinatalzentrums der Universitäts-Frauenklinik zusammen und betreuen betroffene Eltern schon vor der Geburt mit. "In Heidelberg verfügen wir für jede Fehlbildung über die große Expertise spezialisierter Kinderchirurgen, Neonatologen und Kinderanästhesisten. Die Überlebenschancen dieser Kinder liegt daher bei 95 Prozent", so Dr. Holland-Cunz. Die Heidelberger Kinderchirurgen bleiben auch dann Ansprechpartner, wenn ihre Patienten erwachsen sind und sich z.B. Fragen zu Schwangerschaft und Geburt stellen. Weitere langfristige Betreuungskonzepte sollen bei der Veranstaltung diskutiert werden.

 

 

Aktuelle Studienergebnisse zur Wundheilung

 

Unter dem Themenschwerpunkt "Haut und Narbe" stellen die Heidelberger Experten erstmals Ergebnisse einer Studie zum Verschluss kleinerer Operationswunden bei Kindern vor. Die Studie unter Federführung der Sektion Kinderchirurgie zeigte, dass Nähen und Kleben in diesem Fall in Wundheilung und kosmetischem Ergebnis gleichwertig sind.

Die Heidelberger Kinderchirurgie verfügt über 20 Betten, inklusive 2 Intensiveinheiten, und versorgt ambulant und stationär das gesamte Spektrum chirurgisch erkrankter Patienten aller Altersgruppen – vom Frühchen bis zum Jugendlichen im 16. Lebensjahr. Jährlich werden mehr als 1.200 Kinder in der Heidelberger Kinderchirurgie operiert.

Das Symposium Kinderchirurgie und Rehabilitation findet am 6. Februar 2010 von 9 bis 18 Uhr im Hörsaal der alten Kinderklinik, Im Neuenheimer Feld 152, 69120 Heidelberg, statt und ist mit 8 Punkten der Landesärztekammer zertifiziert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.


 

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg vom 04.02.2010 (tB).

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