Hat sich die Prävalenz von PEG-Sonden geändert?

Enterale Ernährung in der stationären Altenpflege in Bremen  

 

Vergleich zweier Erhebungen von 2003 und 2009

 

Bremen (28. Mai 2010) – Zwei Drittel der Bewohner in stationären Einrichtungen der Altenpflege sind von Mangelernährung betroffen oder gefährdet. Trotz der qualitativ und quantitativ beachtlichen Diskussionsbeiträge zum Thema, trotz deutlich gewachsener Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit waren verlässliche repräsentative Daten über die Häufigkeit von PEG-Sonden in der Altenpflege bisher kaum verfügbar. Im Rahmen einer Studie des Bremer Gesundheitsamtes konnte durch eine Stichtagserhebung im Jahr 2003 eine Prävalenz von PEG-Sonden in der kommunalen stationären Altenpflege von 7,8 % ermittelt werden.

 

Durch eine Wiederholungsbefragung in den Bremer Altenpflegeheimen 2009 sollte nun ermittelt werden, wie sich die Enterale Ernährung über PEG-Sonden weiter entwickelt hat. Die Heimleitungen der Altenpflegeheime in Bremen wurden erneut gebeten, mit Hilfe eines Erhebungsbogens Daten über den Einsatz von PEG-Sonden bei von ihnen versorgten Personen mitzuteilen.

Die aktuelle Erhebung konnte erneut zeigen, dass enterale Ernährung über PEG-Sonden für viele Bewohner der stationären Altenpflege zur Dauerernährung geworden ist.

2009 lag der durchschnittliche Anteil der PEG-Sondenträger an der Gesamtheit der versorgten Personen in der stationären Altenpflege in Bremen bei 6,7 %. Das ist zwar ein Rückgang im Vergleich zu der ermittelten Prävalenz von 7,8 % bei einer Befragung von 2003, dennoch besteht weiterhin großer Handlungsbedarf.

 

 

Download der Studie

 

http://www.gesundheitsamt.bremen.de/sixcms/media.php/13/3_GBE_PEG%202010.pdf

 

 


Quelle: Bremer Gesundeheitsamt, 28.05.2010 (tB).

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