Möglichkeit zur Durchführung von Modellprojekten in der Pflegeausbildung verlängert

 

Berlin (25. September 2009) –  In Berlin können nun bis zum Jahr 2015 neue Ausbildungskonzepte in der Pflege erprobt werden. Das hat das Abgeordnetenhaus von Berlin in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. Das Gesetz hat der Senat auf Vorschlag der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Katrin Lompscher, dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.

Damit ist es möglich, innovative Ausbildungsformen weiter zu erproben. So hat die Wannsee-Schule e.V. zwischen 2004 und 2008 sehr erfolgreich das Projekt „Generalistische Krankenpflegeausbildung“ durchgeführt, mit dem eine Integration der verschiedenen Ausbildungen in den Pflegeberufen erprobt wurde. An der Evangelischen Fachhochschule Berlin wird seit dem Wintersemester 2004 modellhaft ein Studium angeboten, in dem sowohl die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ oder „Gesundheits- und Krankenpfleger“ als auch ein akademischer Grad (Bachelor) erlangt werden können. Die ersten Absolventinnen und Absolventen dieses Modellstudienganges haben die Hochschule im letzten Jahr verlassen. Nach den bisher gewonnenen Erfahrungen sind das Curriculum verändert und die Zusammenarbeit mit den Krankenpflegeschulen der kooperierenden Krankenhäuser verstärkt worden.

Aufgrund der bundesgesetzlichen Vorgaben muss der Zeitraum, in dem die Modellprojekte durchgeführt werden, befristet sein. Diese Frist wird jetzt um drei Jahre – bis zum Jahr 2015 – verlängert. Die frühzeitige Verlängerung ist erforderlich, da eine Ausbildung in den Gesundheitsberufen mindestens drei Jahre dauert und zu Beginn eines Ausbildungsganges bereits Klarheit über den gesamten Ausbildungsverlauf bestehen muss.

Damit geht Berlin konsequent auf dem Weg weiter, die Ausbildung in den Gesundheitsberufen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen des 21.Jahrhundert gerecht wird. Senatorin Lompscher erwartet nun von der Bundesregierung, die Erfahrungen der Berliner Modellprojekte aufzugreifen und auf Bundesebene die erforderlichen Weichenstellungen für neue Wege in der Pflegeausbildung vorzunehmen.

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin vom 25.09.2009.

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