Mundgeruch – ein Tabu, über das man sprechen sollte

 

90 Prozent der Ursachen für schlechten Atem liegen in Mund, Hals und Nase – Milch, Petersilie und Kaffeebohnen dämpfen die „Knoblauchfahne“

 

Regensburg (15. Juni 2010) – Küssen setzt Glückshormone frei. Es hilft den Stress zu reduzieren und Kalorien zu verbrennen. Der schlechte Atem des Partners allerdings kann schlagartig die Schmetterlinge im Bauch vertreiben. Frust statt Lust – Mundgeruch ist der Liebeskiller Nummer eins.

„Das größte Problem: Mundgeruch ist ein Tabu-Thema“, sagt HNO-Ärztin Dr. Sylvia Krug vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Aus Scham möchte keiner über das Thema reden und auch der Partner des Betroffenen schweigt sich peinlich darüber aus.“

 

Die Ursachen für schlechten Atem sind in der Regel harmlos und meist schnell in den Griff zu bekommen. Bis zu 90 Prozent der Ursachen für Mundgeruch liegen im Hals-Nasen-Ohrenbereich. Nasskaltes Wetter sorgt für Schnupfen, grippale Infekte, Bronchitis, Kratzen im Hals, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Mandeln. „Jede Mandel- oder Rachenentzündung verursacht schlechten Atem“, erklärt Fachärztin Dr. Sylvia Krug aus Leipzig. Nach der Therapie und bei Beschwerdefreiheit müssen die Symptome allerdings wieder abklingen. Denn: „Bei hartnäckigem schlechtem Atem muss weiter nach den Ursachen gesucht werden.“ Wer fastet oder Diät hält, muss viel trinken. Mundtrockenheit, verbunden mit einem leeren Magen, kann schnell zu schlechtem Atem führen.

 

Die häufigsten Ursachen für Mundgeruch liegen aber im Mund selbst: Entzündungen des Zahnfleisches, Karies, Zungenbeläge sowie mangelnde Mundhygiene sind die Auslöser. Die Expertin rät Patienten, nicht zu lange zu zögern, um ärztlichen Rat einzuholen. „Die Mundhygiene steht an erster Stelle. Treten die Symptome auf, sollten Betroffene zuerst beim HNO-Arzt und dem Zahnarzt Hilfe suchen, denn Mundgeruch kann aus beiden Bereichen kommen.“

 

An erster Stelle zur Vermeidung von Mundgeruch steht deshalb die Mundhygiene. Um Mundgeruch vorzubeugen rät der HNO-Verband zu verlässlicher Zahnpflege – inklusive der Verwendung von Zahnseide und Mundspülungen, die desinfizierend wirken. So haben schädliche Erreger keine Chance.

 

Bei Rauchern und Knoblauchfans lohnt auch der Griff zu alten Hausmitteln aus Großmutters Hausapotheke. „Milch trinken, Petersilie essen oder Kaffeebohnen kauen – das hilft bei Knoblauchgeruch“, meint Dr. Sylvia Krug.

 

 

Fünf Tipps für frischen Atem

 

  1. Achten Sie auf eine gründliche Zahnpflege und regelmäßiges Zähneputzen nach den Mahlzeiten. 
  2. Zungenbürstchen nur besonders vorsichtig einsetzen. Diese können sonst zu
    Mikroverletzungen auf der Zunge führen.
  3. Nehmen Sie beim Fasten und bei Diäten ausreichend Flüssigkeit zu sich.
  4. Gegen schlechten Atem helfen Mundspülungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin oder Salbeitee. 
  5. Bei einer „Knoblauchfahne“ Milch trinken und frische Petersilie, Zitronenmelisse oder Schokolade essen, Kaffeebohnen kauen.

 


 

Quelle: obx-medizindirect, 15.06.2010 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung