Pflaster ist nicht gleich Pflaster

Wirkstoffpflaster in der Anwendung

 

Hamburg (1. März 2007) – Transdermale Pflaster (Wirkstoffpflaster „durch die Haut“) werden heute in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt. Ihr Vorteil ist, dass sie über längere Zeit eine konstante Wirkstoffkonzentration im Blut aufrecht-erhalten. Beispiele sind Östrogenpflaster für Frauen in den Wechseljahren, Nikotinpflaster zur Raucherent-wöhnung oder auch das Pflaster zur Behandlung von Parkinson.

 

Patienten profitieren von „High-Tech-Pflaster“

 

Transdermale Pflaster sind wahre High-Tech-Produkte. Bei einem Matrixpflaster zum Beispiel sind die Wirkstoffe in der Klebeschicht eingebettet und werden über einen bestimmten Zeitraum – z.B. über 24 Stunden – gleichmäßig in das Blut abgegeben. Nicht jede Substanz ist für eine Pflasteranwendung geeignet, doch immer wieder gelingt Wissenschaftlern diese Meisterleistung. Die Pflaster sind zumeist hauchdünn und damit für die Patienten angenehm zu tragen.

 

Und so funktioniert es in der Praxis

 

In der praktischen Anwendung zeigen sich weitere Unterschiede zwischen einem transdermalen Pflaster und den vielleicht besser bekannten Pflastern zur Abdeckung von Wunden. Viele transdermale Pflaster enthalten einen Klebstoff, der erst durch die Körperwärme die richtige Temperatur für optimale Klebeeigenschaften erreicht. Daher sollten die Pflaster 30 Sekunden oder länger mit der Handfläche auf der vorgesehenen Körperstelle angedrückt werden. Klebt das transdermale Pflaster dann, kann der Träger damit sogar baden, duschen oder sportlichen Aktivitäten nachgehen.

 

Darauf sollten Sie achten

 

Das korrekte Kleben eines transdermalen Pflasters ist entscheidend für die gleichmäßige Wirkstoffzufuhr durch die Haut. Die folgenden Tipps helfen Pflaster-„Neulingen“:

 

Das Pflaster sollte auf eine saubere, nicht fettige Körperstelle aufgebracht werden.

Verwenden Sie an der Körperpartie, auf die Sie das Pflaster auftragen möchten, oder in der Nähe des bereits aufgeklebten Pflasters keine Cremes, Öle, Lotionen, Puder o. Ä. Hierdurch könnte das Pflaster abgelöst werden.

Bei behaarten Körperstellen wird empfohlen, diese ca. drei Tage vor Anwendung des Pflasters zu rasieren.

 

Das neueste unter den transdermalen Pflastern ist das Parkinson-Pflaster, das von allen Parkinson-Patienten, auch im fortgeschrittenen Stadium, verwendet werden kann. Es kann die Bewegungsbeeinträchtigungen der Betroffenen durch die konstante Wirkstoffabgabe verbessern. Viele Patienten leiden nämlich unter den Folgen von Wirkstoffschwankungen einiger Medika-mente, die sich z.B. als Morgensteifigkeit oder Schlaf-störungen äußern können. Auch Patienten mit Magenunverträglichkeiten, Schluckbeschwerden oder Resorptionsstörungen im Darm können von einer Pflaster-Therapie profitieren.


Quelle: Pressekonferenz der Firma Schwarz Pharma zum Thema „Das Parkinson-Pflaster: Pflastertherapie jetzt für alle Stadien der Erkrankung zugelassen“ am 1. März 2007 in Hamburg (Yupik PR).

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