Deutscher Schmerzkongress 2009

Schmerz­patienten mit Multi­medikation brauchen effektive Analgesie mit hoher Therapiesicherheit

 

  • Palladon® ist Mittel der Wahl bei starken Schmerzen und Polypharmakotherapie
  • Geringes Interaktions-Potenzial
  • Substanz-Konstanz erhöht Compliance und  Lebensqualität

 

Berlin (8. Oktober 2009) – Bei älteren Menschen treten häufig degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates mit starken chronischen Schmerzen sowie Herzkreis­lauferkrankungen auf. Auch die Prävalenz von Tumorerkrankungen nimmt mit dem Alter zu. „Charakteris­tisch für Multimorbide ist daher eine Polypharmakotherapie mit einem hohen Risiko für Arzneimittel-Interaktionen“, sagt Professor Roland Hardt, Katho­lisches Klinikum Mainz, im Rahmen einer Veran­staltung von Mundipharma auf dem Deutschen Schmerzkongress in Berlin. Besonders riskant ist laut Experte das so genannte Trio infernal aus Nichtsteroidalem Anti­rheumatikum (NSAR) oder COX-II-Hemmer,  ACE-Hemmer und Diuretikum. Hardt verdeutlicht dies am Beispiel einer 83-jährigen Patientin, die innerhalb von zwei Wochen 15 kg Wasser einlagerte und wegen globaler Dekompensation stationär aufgenommen werden musste, nachdem sie neben Ramipril, Torasemid, Bisoprolol und Metformin zusätzlich zweimal täglich 75 mg Diclofenac gegen Osteoarthritis-bedingte Knieschmerzen erhielt.

 

„Die Angst vor solchen Arzneimittel-Interaktionen darf nicht zu einer analgetischen Unterversorgung von Schmerz­patienten mit Multimedi­kation führen“, sagt Hardt. Dass eine effektive Analgesie bei gleichzeitig hoher Therapiesicherheit möglich ist, zeigt er anhand einer 85-jährigen Osteo­porose-Patientin, die mit starken Schmerzen stationär aufge­nommen wurde. „Aufgrund multipler Vorerkrank­ungen und Polymedi­kation haben wir ihre Analgesie von NSAR und schwachen Opioiden auf Palladon® retard umgestellt“, so Hardt. Mit zweimal 40 mg pro Tag und dem schnell wirksamen Palladon® 2,6 mg waren ihre Schmerzen adäquat gelindert. Die Patientin konnte nach drei Wochen in eine Reha-Klinik verlegt werden. „Der Wirkstoff Hydromorphon wird unabhängig vom Cytochrom P450-System metabolisiert und hat mit acht Prozent eine sehr geringe Plasma-Eiweißbindung. Dadurch wirkt er auch bei Begleitmedi­kation sicher und stabil“, erklärt Hardt. Weitere Vorteile: Die Kapsel mit retar­diertem Granulat ist in vier Wirkstärken verfügbar, so dass die Dosis in kleinen Schritten an die Schmerzstärke angepasst werden kann. Die  zweimal tägliche Einnahme ermöglicht es, asymmetrisch zu dosieren. Ein Ceiling-Effekt tritt nicht auf. Da es Palladon® auch als Bedarfsmedikation und Injektionslösung gibt, werden umstellungsbedingte Nebenwirkungen auch von oral auf parenteral reduziert. Diese Substanz-Konstanz erhöht die Compliance und die Lebensqualität des Patienten, für den Arzt vereinfacht sich die Therapie.

 

Degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rücken­leiden, Arthrose, Arthritis oder Osteoporose sind Verschleiß­erscheinungen, die bei älteren Menschen häufig auftreten. Sie gehen meist mit starken chronischen Schmerzen einher. Hinzu kommen ein erhöhtes Fraktur- und Sturzrisiko. Zudem nimmt die Prävalenz von Herzkreislauf- und Tumorerkrankungen im Alter zu. „Diese Multimorbidität resultiert in einer Polypharmakotherapie“, sagt Professor Roland Hardt, Katholisches Klinikum Mainz, im Rahmen einer Veran­staltung von Mundipharma auf dem Deutschen Schmerzkongress in Berlin.  Daraus ergibt sich laut Experte ein hohes Risiko für Arzneimittel-Interaktionen. Durch eine Patchworktherapie von mehreren behandelnden Ärzten droht außerdem der Verlust des Überblicks über die medikamentöse Therapie.

 

 

Trio infernal: NSAR für Schmerzpatienten mit Multimedikation besonders gefährlich

 

Ein weiteres Problem: Es fehlt eine adäquate Datenbasis für die Therapie bei Patienten mit Multimedikation. Leitlinien sind auf die Therapie einzelner Krank­heiten zugeschnitten. Eine strikte Einhaltung bedeutet oft eine große gesundheitliche Gefahr für den Patienten. „Besonders riskant ist das so genannte Trio infernal aus ACE-Hemmer, Diuretikum und Nicht­steroidalem Antirheumatikum (NSAR) oder COX-II-Hemmer“, sagt Hardt und verdeutlicht dies am Beispiel einer 83-jährigen Patienten mit Hypertonie, Herzinsuffi­zienz sowie Diabetes mellitus Typ II und damit einhergehender Retino- und Nephropathie: Mit Ramipril, Torasemid, Bisoprolol und Metformin war sie gut eingestellt. Wegen Knieschmerzen aufgrund von Osteoarthritis erhielt sie nun von einem weiteren Arzt zusätzlich zweimal täglich 75 mg Diclofenac. Innerhalb von zwei Wochen lagerte die Patientin 15 kg Wasser ein und musste wegen globaler Dekompensation stationär aufgenommen werden.

 

 

Sorgfältige Analgetika-Auswahl wichtig für Therapiesicherheit

 

„Um solche unerwünschten Arzneimittel-Interaktionen zu verhindern, muss das Analgetikum bei Patienten mit Multimedikation sorgfältig ausgewählt werden“, sagt Hardt. Es muss die Schmerzen effektiv lindern und gleichzeitig ein geringes Interaktions-Potenzial haben. Bei starken Schmerzen und Polypharmakotherapie empfiehlt er daher Palladon®. Die gute Eignung des starken Opioids bei Multimedikation zeigt er anhand der Kasuistik einer 85-jährigen Osteoporose-Patientin, die mit starken Schmerzen, bettlägerig und in Schonhaltung in das Klinikum aufge­nommen wurde. Eine pflegerische Versorgung war schmerzbedingt kaum möglich. Die analgetische Vorbehandlung bestand aus NSAR und einem schwachen Opioid. Außerdem erhielt sie Alendronat, Vitamin D3 und Kalzium, ACE-Hemmer, Diuretika, orale Antidiabetika sowie Anti­depressiva. „Aufgrund multipler Vorerkrankungen wie Hyper­tonie, Herzinsuffizienz, Hypalbuminämie, Sarkopenie und Depres­sionen und daraus resultierender Multimedikation haben wir ihre analgetische Therapie auf zweimal täglich 4 mg Palladon® retard umgestellt und die Dosis in 48 Stunden-Abständen erhöht“, erläutert Hardt. Mit zweimal 40 mg täglich und bei Bedarf dem schnell wirksamen Palladon® 2,6 mg waren ihre Schmerzen adäquat gelindert. Es traten keine unerwünschten Wechselwirkungen auf. Die Patientin konnte so mobilisiert werden und nach nur drei Wochen in eine Reha-Klinik verlegt werden.

 

 

Palladon®  ist Mittel der Wahl bei starken Schmerzen und Poly­pharmakotherapie

 

Die hohe Therapiesicherheit von Palladon® erklärt Hardt so: Hydromorphon wird im Gegensatz zu den meisten anderen Arzneien über die Glucuronyl-Transferase und nicht über das Cytochrom P450 Enzymsystem in der Leber metabolisiert. Zusätzlich hat es mit acht Prozent eine sehr geringe Plasma-Eiweißbindung. Dadurch hat der Wirkstoff nur ein minimales Interaktions-Potenzial und wirkt  auch bei Begleitmedi­kation sicher und stabil. Da Hydromorphon keine thera­peutisch aktiven Metabolite bildet, ist es auch bei Niereninsuffizienz geeignet. Weitere Vorteile: Die Kapsel mit retar­diertem Granulat ist in den Wirkstärken 4, 8, 16 und 24 mg verfügbar und wird zweimal täglich eingenommen. So kann die Dosis in kleinen Schritten an die Schmerzstärke angepasst werden und bei unter-schiedlicher Schmerz­intensität am Tag und in der Nacht in asymmetrischer Dosierung gegeben werden. Da es Palladon® auch als schnell wirksame Bedarfsmedikation und Injektionslösung gibt, werden umstellungsbedingte Nebenwirkungen  auch von oral auf parenteral sowie  Umrech­nungsfehler in Äquivalenz­dosen reduziert. Das erhöht die Compliance und die Lebensqualität des Patienten, für den Arzt vereinfacht es die Therapie.

 


 

Quelle: “Meet the expert” mit Professor Roland Hardt zum Thema “Therapiesicherheit bei Multimedikation – Palladon® verträgt sich gut“, veranstaltet von Mundipharma am 8. und 9. Oktober 2009 im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses in Berlin (Dorothea Küsters Life Science Communications).

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