Teilnahme von mehr als 2.200 Pflegekräften an Befragung zum OP-Barometer 2009

 

Frankfurt/Main (14. Januar 2010) – An der Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences (FH FFM) liegen erste Ergebnisse des OP-Barometers 2009 vor. Das OP-Barometer ist eine Befragung zu der Arbeitssituation der Pflegekräfte im Operations(OP)-Bereich. Sie wurde 2008 von Thomas Busse, Professor am Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit der FH FFM, ins Leben gerufen. Weit mehr als 2.200 OP- und Anästhesiepflegekräfte aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland haben sich am OP-Barometer 2009 beteiligt. Dies ist laut Busse eine Steigerung von mehr als 260 Prozent. Nach der ersten Erhebung 2008 hatten viele zusätzliche Krankenhäuser um die Teilnahme gebeten.

 

"Der eklatante Nachwuchsmangel im OP-Bereich sowie eine hohe Abwanderungsquote aus diesem Beruf" seien der Grund für die Befragung, erklärt Busse. Der OP-Bereich könne als "das Herz eines Krankenhauses" bezeichnet werden. Demnach bedeute die momentane Entwicklung "eine Bedrohung für die Leistungsfähigkeit eines jeden Krankenhauses", so Busse. Auffallend sei in der aktuellen Auswertung die weiterhin sehr niedrige Quote an Pflegekräften, die ihren Beruf nochmals in demselben Krankenhaus ergreifen würden (43,83 Prozent). 55,85 Prozent der Mitarbeiter/-innen geben an, dass die Patientengefährdung in den OP-Bereichen seit 2006 zugenommen habe; nur 36,96 Prozent meinen, genügend Zeit für die Patientenbetreuung zu haben. "Eigentlich gut, aber dennoch eher beängstigend" ist laut Busse die Quote von 78,43 Prozent der Befragten, die meinen, gute Prozesse im OP-Bereich zu haben, um Verwechslungen von Patienten oder Operationsgebieten zu verhindern. "Denn wer möchte schon in einem der Krankenhäuser operiert werden, deren Mitarbeiter/-innen angeben, dass ihre Häuser über keine ausreichenden Absicherungen gegen Verwechslungen verfügen?", fragt Busse. Diese Angabe machten 21,57 Prozent der Befragten.

 

Erstmals wurden auch Krankenhäuser anonym miteinander verglichen: "Es gibt Häuser, in denen über 93 Prozent der Pflegenden mit ihrem Arbeitsplatz im OP-Bereich zufrieden sind, in anderen wird eine Quote von gerade einmal 33 Prozent erreicht", betont Busse. Die ersten Ergebnisse des OP-Barometers zeigten, "dass ein Großteil der Krankenhäuser die Berufsgruppe der OP- und Anästhesiepflege durch spezielle Personalentwicklungsmaßnahmen und Mitarbeiterbindungsprogramme stärken sollte, um nicht dauerhaft einen deutlichen Verlust an Wertschöpfung im OP-Bereich und somit im gesamten Krankenhaus zu erleiden".

 

Die vollständige Datenauswertung des OP-Barometers 2009 wird voraussichtlich Ende Februar 2010 veröffentlicht.

 

 


Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Frankfurt am Main vom 14.01.2010 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung