Weltweit Leben retten

Jetzt mitmachen beim ersten „World Restart a Heart Day“

 

Berlin (11. September 2018) – „Jeder Mensch kann ein Leben retten!“ Unter diesem Motto steht die erste „World Restart a Heart“-Initiative (WRAH), mit der am und um den 16. Oktober 2018 weltweit Menschen geschult werden sollen, um im Falle eines plötzlichen Herzstillstands eine lebensrettende Laienreanimation praktizieren zu können. Nach Einführung des Europäischen Tages der Wiederbelebung vor fünf Jahren ist die WRAH-Initiative nun die erste Kampagne unter der Schirmherrschaft des International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR), mit der weltweit auf die Wiederbelebungsproblematik hingewiesen werden soll. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unterstützt die Initiative: „Wir rufen Mediziner aller Fachgesellschaften auf, Kinder wie Erwachsene in der Anwendung der lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen“, sagt DIVI-Präsident Professor Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen.

„Aktionen müssen nicht genau am 16. Oktober stattfinden, sondern sind auch im Zeitraum davor und danach möglich. Somit können sich auch alle Aktivitäten im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“, die traditionell im September stattfindet, entsprechend positionieren“, sagt Professor Bernd Böttiger, Präsidiumsmitglied der DIVI und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Köln. Es gehe darum, eine gemeinsame Nachricht an politische Entscheidungsträger zu senden und darauf hinzuweisen, dass viele Menschenleben weltweit durch Reanimation gerettet werden könnten, so Böttiger, der zudem Vorstandsvorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) ist. „Wir können sehr stolz darauf sein, was wir bisher in Deutschland und in Europa diesbezüglich auf die Beine gestellt haben. Ich freue mich, dass dieser wichtige Impuls nun weltweit wirkt“, sagt Böttiger. Zu den Entwicklungen der weltweiten Reanimationskampagne hat der Mediziner zusammen mit Fachkollegen aus allen Regionen der Welt einen Beitrag verfasst, der für alle frei zur Verfügung steht und auch weitergeleitet werden kann.

 

Die Laienreanimation muss weltweit gelehrt werden

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unterstützt die Initiative des ILCOR: Weltweit schwanken die Werte der Laienreanimation extrem – je nach Land beginnen zwischen fünf und 80 Prozent mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Hunderttausende Menschenleben könnten jährlich zusätzlich gerettet werden, wenn Menschen weltweit über eine bessere Reanimationsausbildung verfügen. Und hierfür ist die weltweite „World Restart a Heart“-Initiative ein großer Schritt in die richtige Richtung. „Wir werden durch diese Initiative Aktionen zur Laienreanimation auf der ganzen Welt zusammenbringen und das über alle Kultur- sowie Landesgrenzen hinweg. Dies wird die Aufmerksamkeit und die Sichtbarkeit für die Laienreanimation weiter deutlich erhöhen“, sagt DIVIVorstandsmitglied Böttiger. Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen, die zum Teil auch bereits für den „European Restart a Heart Day“ eingesetzt wurden, können auf der Webseite des ILCOR heruntergeladen werden. Eigene Veranstaltungen können wiederum auf der Webseite des GRC kostenfrei bekannt gegeben werden.

 

 

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)

Die 1977 gegründete Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 2.000 persönlichen Mitgliedern und entsprechenden Fachgesellschaften. Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.12.1953 und ist damit ein nicht-wirtschaftlicher Verein gemäß § 21 ff BGB.

 

 


Quelle: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI), 11.09.2018 (tB).

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