Wie Angehörige Pflegende werden

 

Erlangen-Nürnberg (14. November 2008) – Mit einem neu beginnenden Forschungsprojekt (Leitung: Prof. Dr. Frieder R. Lang, Prof. Dr. Sabine Engel) am Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg soll geklärt werden, wie sich die Beziehungen zwischen Ehepartnern oder Eltern und deren Kinder entwickeln und im Fall der zunehmenden Hilfsbedürftigkeit eines älteren Angehörigen verändern. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Gedächtnis-Zentrum Erlangen durchgeführt.


 

Für die Studie werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Alle Personen, die einen gesundheitlich beeinträchtigten Angehörigen im Alter von über 65 Jahren in der Familie haben, können sich zu diesem Zweck beim Institut für Psychogerontologie melden. Die Untersuchung umfasst ältere Ehepaare ebenso wie erwachsene Kinder mit einem gesundheitlich beeinträchtigten Elternteil. Jeweils beide Partner bzw. Kinder und Elternteil werden im Rahmen der Studie befragt und untersucht.

Herausforderungen der familiären Pflege
Allein im Jahr 2005 wurden knapp eine Million pflegebedürftige Menschen von einem engen Familienangehörigen versorgt und betreut. Viele ältere Menschen erhalten regelmäßig, manchmal sogar rund um die Uhr die Hilfe und Betreuung von einem Angehörigen in der Familie. Es ist gut bekannt, dass dies für alle Beteiligten – diejenigen, die Pflege erhalten, und diejenigen, die Pflege leisten – große Herausforderungen mit sich bringt.

Bislang ist aber weitgehend ungeklärt, wie die Entscheidung, einen Angehörigen zu pflegen, innerhalb der Familie zustande kommt und wie Familien die teilweise recht unterschiedlichen Anforderungen bestimmter altersbedingter Einbußen eines älteren Angehörigen meistern. Wie gehen Familien mit der veränderten Situation um, und welche Auswirkungen auf die Zukunftspläne, Kompetenzen und das Wohlbefinden der betroffenen Person und der Angehörigen sind festzustellen?

Für die Teilnahme an der Studie werden Personen gesucht, deren Angehörige in der letzten Zeit eine (oder mehrere) der folgenden gesundheitliche Beeinträchtigungen erlebt haben:

 

  • zunehmende Vergesslichkeit
  • körperliche Schwäche, schnelle Ermüdbarkeit
  • Beschwerden des Bewegungsapparates (z. B. Gelenkschmerzen,
    Osteoporose)
  • Angst und Unsicherheit beim Gehen wegen eines früheren Sturzes
  • Herzleiden
  • Schlaganfall
  • Diabetes
  • Inkontinenz
  • unbeabsichtigter Gewichtsverlust
  • Krebsleiden
  • Parkinson

 

Nach Abschluss der Untersuchung wird den Teilnehmern auf Wunsch eine ausführliche individuelle Rückmeldung zu den Ergebnissen der Studie gegeben.


 

Quelle: Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom 14.11.2008.

 

MEDICAL NEWS

Fitness watches generate useful information, but increase patient anxiety
A new device provides added protection against COVID-19 during endoscopic…
81 million Americans lacking space or bathrooms to follow COVID…
Front-line physicians stressed and anxious at work and home
EULAR: High-Dose Glucocorticoids and IL-6 Receptor inhibition can reduce COVID-19…

SCHMERZ PAINCARE

Krankenhäuser und Praxen müssen sich bei der Schmerztherapie nach Operationen…
Morbus Fabry mittels Datenanalysen aus dem PraxisRegister Schmerz aufspüren
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2020 – ONLINE
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert Anerkennung von Nicht-Psychologen in der…

DIABETES

„Körperstolz“: Michael Krauser managt seinen Diabetes digital
Der richtige Sensor – von Anfang an
Diabetes mellitus: Ein Risikofaktor für frühe Darmkrebserkrankungen
Fastenmonat Ramadan: Alte und neue Herausforderung für chronisch Erkrankte während…
Sanofi setzt sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes…

ERNÄHRUNG

Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland
Neue Daten zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen: Mangelernährung…
Baxter: Parenterale Ernährung von Patienten mit hohem Aminosäurenbedarf

ONKOLOGIE

Bestmögliche Versorgungssicherheit bei der Krebstherapie mit CAR-T-Zellen
Darolutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen
Multiples Myelom: Wissenschaftler überprüfen den Stellenwert der Blutstammzelltransplantation
Neues zur onkologischen Supportiv- und Misteltherapie und aktuelle Kongress-Highlights zum…
Neue Darreichungsform zur Antiemese bei Chemotherapie: Akynzeo® ist ab sofort…

MULTIPLE SKLEROSE

Geschützt: Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei…
Neurofilamente als Diagnose- und Prognosemarker für Multiple Sklerose
Bedeutung der Langzeittherapie bei Multipler Sklerose – mehr Sicherheit und…
Bristol Myers Squibb erhält Zulassung der Europäischen Kommission für Ozanimod…
Einige MS-Medikamente könnten vor SARS-CoV-2/COVID-19 schützen

PARKINSON

Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…
Putzfimmel im Gehirn
Parkinson-Patienten in der Coronakrise: Versorgungssituation und ein neuer Ratgeber
Neuer Test: Frühzeitige Differenzialdiagose der Parkinson-Erkrankung
Gegen das Zittern: Parkinson- und essentiellen Tremor mit Ultraschall behandeln…